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Jefferies hebt Aixtron auf 'Buy' - Kursziel steigt auf 27 Euro

Die US-Investmentbank Jefferies hat die Aktie des deutschen Halbleiterausrüsters Aixtron von 'Hold' auf 'Buy' hochgestuft und das Kursziel von 18,20 auf 27 Euro angehoben. Grund sind die stark steigenden Investitionen der Hyperscaler in KI-Rechenzentren u

Jefferies hebt Aixtron auf 'Buy' - Kursziel steigt auf 27 Euro

Die Analysten von Jefferies sehen für Aixtron SE ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis und erwarten eine deutliche Neubewertung der Aktie. Das neue Kursziel von 27 Euro impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 33 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von etwa 20,32 Euro.

Optoelektronik-Boom durch KI-Rechenzentren

Der Haupttreiber für die optimistische Einschätzung ist die stark wachsende Nachfrage nach optischen Kommunikationskomponenten für Rechenzentren. Die beiden größten Kunden von Aixtron im Optoelektronik-Bereich, Coherent und Lumentum, meldeten für das vierte Quartal Investitionsausgaben, die rund 35 Prozent über den Erwartungen lagen. Beide Unternehmen kündigten zudem an, ihre Investitionen in die erste Jahreshälfte 2026 vorzuziehen.

Coherent erklärte, dass die Investitionsausgaben im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sequenziell steigen werden. Lumentum signalisierte eine deutliche Kapazitätserweiterung ab der zweiten Jahreshälfte 2026. Jefferies erwartet, dass sich diese Trends in einer überproportionalen Umsatzstärke bei Aixtron in den Jahren 2026 und 2027 niederschlagen werden.

Galliumnitrid für NVIDIAs Kyber-Architektur

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die für die zweite Jahreshälfte 2027 geplante Markteinführung von NVIDIAs Kyber-Rack-Architektur. Diese wird voraussichtlich eine 800-Volt-Hochvolt-Gleichstromverteilung nutzen, wofür Galliumnitrid-Komponenten benötigt werden. Aixtron hält bei Galliumnitrid-MOCVD-Anlagen einen Marktanteil von etwa 90 Prozent.

Die Analysten erwarten, dass Hersteller von Leistungshalbleitern bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 oder ersten Jahreshälfte 2027 Aufträge für Epitaxie-Anlagen erteilen werden, um rechtzeitig Kapazitäten aufzubauen. Die Auslastungsraten in der gesamten Galliumnitrid-Lieferkette sind bereits gesund.

Siliziumkarbid-Geschäft als kalkuliertes Risiko

Beim Siliziumkarbid-Geschäft rechnet das Aixtron-Management mit einem Umsatzrückgang von etwa 70 Prozent auf rund 40 Millionen Euro. Jefferies bewertet diese Prognose als vorsichtig und sieht Potenzial für positive Überraschungen durch chinesische Aufträge für 8-Zoll-Siliziumkarbid-Anlagen.

Deutlich erhöhte Umsatzprognosen

Jefferies hat seine Umsatzprognosen für Aixtron deutlich angehoben. Für 2026 erwarten die Analysten nun 568,5 Millionen Euro Umsatz, was 8 Prozent über dem Marktkonsens liegt. Für 2027 wird ein Umsatz von 670 Millionen Euro prognostiziert, 5 Prozent über den Konsenserwartungen.

Das neue Kursziel von 27 Euro basiert auf einem EV/EBITDA-Multiple von 19,0 für das Geschäftsjahr 2027 bei einem erwarteten EBITDA von 177 Millionen Euro. Aixtron wird derzeit mit dem 19,5-fachen des erwarteten EV/EBITDA gehandelt, was leicht über dem Durchschnitt von 18, aber deutlich unter dem Höchstwert von 31 liegt.

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