Jefferies erwartet gemischte Kreditkartendaten für Februar 2025
US-Analysten prognostizieren steigende Nettoabschreibungen, aber sinkende Säumigkeitsraten bei großen Kreditkartenemittenten.

Die Investmentbank Jefferies rechnet für den Monat Februar mit gemischten Ergebnissen bei führenden amerikanischen Kreditkartenemittenten. Während die Nettoabschreibungsraten im Monatsvergleich steigen dürften, sollen sich die Säumigkeitsraten – also der Anteil überfälliger Zahlungen – entsprechend saisonaler Muster verbessern. Einige Emittenten wie Bread Financial Holdings und Synchrony Financial könnten ihre Portfoliodaten bereits im Rahmen von Branchenkonferenzen Anfang der Woche vorzeitig veröffentlichen.
Für American Express prognostiziert Jefferies Nettoabschreibungen von 2,15 % und Säumigkeitsraten von 1,40 % im verwalteten Portfolio. Im Monatsvergleich entspricht das einem Anstieg der Abschreibungen um 25 Basispunkte bei stabilen Säumigkeitsraten. Im Jahresvergleich wird ein Rückgang der Nettoabschreibungen um 35 Basispunkte erwartet. Das Kreditwachstum wird auf 8,4 % im Jahresvergleich geschätzt – beide Kennzahlen liegen leicht über den Vor-Pandemie-Durchschnittswerten von 1,84 % bzw. 1,24 %.
Bread Financial und Capital One mit deutlicher Verbesserung im Jahresvergleich
Bei Bread Financial Holdings erwartet Jefferies für Februar Nettoabschreibungen von 6,98 % und Säumigkeitsraten von 5,87 %. Besonders auffällig: Im Jahresvergleich prognostizieren die Analysten einen Rückgang der Nettoabschreibungen um 162 Basispunkte – eine deutliche Beschleunigung gegenüber den 70 Basispunkten im Vormonat. Das Kreditportfolio schrumpft jedoch leicht um 0,7 % im Jahresvergleich. Beide Kennzahlen liegen weiterhin über den historischen Vor-Pandemie-Werten von 5,6 % und 5,0 %.
Für Capital One Financial rechnet Jefferies mit Nettoabschreibungen von 5,19 % und Säumigkeitsraten von 3,93 %. Der Jahresvergleich zeigt eine Verbesserung um 103 Basispunkte bei den Abschreibungen – nach 82 Basispunkten im Vormonat. Die Kennzahlen nähern sich damit wieder den Vor-Pandemie-Niveaus von 4,94 % bzw. 3,70 % an. Das Kreditwachstum beträgt voraussichtlich 1,7 % im Jahresvergleich.
Synchrony Financial mit höchstem Monatsanstieg bei Abschreibungen
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Zur AktienanalyseBei Synchrony Financial fällt der monatliche Anstieg der Nettoabschreibungen mit 64 Basispunkten auf 5,34 % am stärksten aus. Die Säumigkeitsrate liegt bei prognostizierten 4,62 % – ein marginaler Anstieg von 2 Basispunkten gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich verbessern sich die Abschreibungen um 146 Basispunkte, was jedoch eine leichte Verlangsamung gegenüber dem Vormonat darstellt. Das Kreditvolumen bleibt mit minus 0,5 % im Jahresvergleich nahezu unverändert, die Kennzahlen bewegen sich nahe den Vor-Pandemie-Durchschnittswerten.
Für deutsche Investoren sind diese Daten relevant, da Kreditkartenemittenten wie American Express, Capital One und Synchrony Financial an der New Yorker Börse notiert sind und als Frühindikator für die Konsumentenkreditqualität in den USA gelten. Steigende Abschreibungsraten können auf wachsenden finanziellen Druck bei US-Verbrauchern hindeuten, während sinkende Säumigkeitsraten ein positives Signal für die mittelfristige Kreditqualität sind.


