Jeff Bezos' Family Office investiert massiv in fünf KI-Startups
Im Juni tätigte Bezos Expeditions fünf Direktinvestitionen in KI-Startups – darunter eine Megarunde für das 41-Milliarden-Dollar-Unternehmen Prometheus.

Jeff Bezos' Family Office Bezos Expeditions hat im Juni 2025 fünf Direktinvestitionen in Startups aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz getätigt. Laut exklusiven Daten der Private-Wealth-Intelligence-Plattform Fintrx entsprach das 10 Prozent aller Family-Office-Deals im vergangenen Monat. Damit ist Bezos Expeditions mit insgesamt acht Direktinvestitionen in private Unternehmen in diesem Jahr der aktivste Family-Office-Investor weltweit.
Das 21 Jahre alte Family Office des Amazon-Gründers beteiligte sich an fünf Megarunden für KI-Startups. Den größten Anteil daran hatte die Series-B-Finanzierungsrunde für Prometheus in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar – eine der größten Startup-Finanzierungen der jüngeren Geschichte.
Prometheus: Bezos' größtes KI-Projekt
Prometheus, an dem Bezos selbst als Mitgründer und Co-CEO beteiligt ist, wird aktuell mit rund 41 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Startup hat bislang mehr als 18 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung eines sogenannten „künstlichen Ingenieurs", der das Design und die Herstellung physischer Produkte beschleunigen soll – von Strahltriebwerken bis hin zu Pharmazeutika.
Bezos erklärte am 11. Juni gegenüber David Faber von CNBC, dass Prometheus so viel Kapital aufbringen musste, um massive Datensätze aufzubauen, was eine enorme Rechenleistung erfordere. Prometheus nimmt damit den Großteil von Bezos' persönlicher Zeit in Anspruch.
Vier weitere KI-Startups im Portfolio
Neben Prometheus fügte Bezos Expeditions vier weitere Startups mit Finanzierungsrunden im neunstelligen Bereich in sein Portfolio auf:
General Intuition
: Das Startup nutzt Millionen von Stunden an Video-Gameplay, um räumliche KI-Modelle zu trainieren. An der Series-A-Runde über 320 Millionen US-Dollar beteiligte sich auch Hillspire, das Family Office des ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt.
CuspAI
: Entwickelt KI-Modelle speziell für die Chemie. Bezos Expeditions leitete die Finanzierungsrunde federführend.
Generalist
: Konzentriert sich darauf, Roboter in die Lage zu versetzen, zunehmend komplexe Aufgaben zu bewältigen.
Flourish
: Entwirft vom menschlichen Gehirn inspirierte KI-Modelle. Auch hier leitete Bezos Expeditions die Runde.
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Zur AktienanalyseDas Portfolio von Bezos Expeditions verdeutlicht die enorme Bandbreite der Ansätze und Ziele bei der Entwicklung von KI-Modellen – von chemischen Anwendungen über Robotik bis hin zu neuromorphen Architekturen.
Bezos unbesorgt wegen KI-Blase
Trotz der enormen Kapitalmengen, die derzeit in den KI-Sektor fließen, zeigte sich Bezos bereits im Frühjahr gegenüber CNBC unbesorgt über eine mögliche KI-Blase. Die Investitionsaktivitäten seines Family Office unterstreichen diese Haltung eindrucksvoll.
Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung bemerkenswert: Family Offices der Superreichen gelten als Frühindikator für Trends in der Risikokapitallandschaft. Die Konzentration auf KI-Infrastruktur, Robotik und spezialisierte Modelle zeigt, wohin das smarte Geld derzeit fließt – auch wenn diese Investments für Privatanleger direkt nicht zugänglich sind.


