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JBS verbucht Rekordumsatz trotz stagnierendem Gewinn im Q4

Weltgrößter Fleischverarbeiter kämpft mit sinkenden Margen im US-Rindfleischgeschäft.

JBS verbucht Rekordumsatz trotz stagnierendem Gewinn im Q4

Der brasilianische Fleischriese JBS hat für das vierte Quartal 2024 einen nahezu unveränderten Nettogewinn gemeldet. Der Konzern erwirtschaftete von Oktober bis Dezember einen Nettogewinn von 415 Millionen US-Dollar – ein minimales Plus von lediglich 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit verfehlte JBS leicht die Erwartungen der von LSEG befragten Analysten.

Gleichzeitig erzielte das Unternehmen Rekordumsätze, die jedoch durch schwächere Margen im wichtigen US-Rindfleischsegment aufgezehrt wurden. Das Rindfleischgeschäft in den Vereinigten Staaten gilt als eine der profitabelsten Sparten des Konzerns und ist daher besonders aufmerksam beobachtet. Der Margendruck in diesem Bereich belastete das Gesamtergebnis spürbar.

JBS ist weltweit der größte Fleischverarbeiter und bietet ein breites Portfolio aus Rind-, Geflügel- und Schweinefleisch an. Das Unternehmen ist unter anderem mit Marken wie Pilgrim's Pride in Nordamerika präsent und beliefert Märkte auf der ganzen Welt, darunter auch Europa.

Margendruck im Fokus

Die schwächeren Margen im US-Rindfleischgeschäft sind kein Einzelphänomen. Die gesamte nordamerikanische Fleischbranche steht unter Druck, da das Angebot an Schlachtvieh sinkt und die Inputkosten hoch bleiben. Dies drückt auf die Rentabilität der Verarbeiter, die höhere Einkaufspreise nur begrenzt an die Abnehmer weitergeben können.

Für deutsche Anleger ist JBS vor allem als globaler Agrarkonzern mit Börsenlisting in Brasilien relevant. Das Unternehmen hat zuletzt eine Notierung an der New Yorker Börse angestrebt, um seine internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Die aktuellen Quartalszahlen dürften die Diskussion über Bewertung und Wachstumsperspektiven des Konzerns neu entfachen.

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