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Japans Exporte steigen im Februar stärker als erwartet

Robuste Nachfrage aus Asien treibt Japans Ausfuhren – Handelsüberschuss überrascht Analysten deutlich.

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Japans Exporte steigen im Februar stärker als erwartet

Japans Exporte sind im Februar den sechsten Monat in Folge gestiegen und haben die Markterwartungen klar übertroffen. Der Gesamtwert der Ausfuhren legte im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zu – Analysten hatten lediglich ein Plus von 1,6 Prozent prognostiziert. Damit signalisiert die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt eine anhaltend robuste globale Nachfrage.

Ein wichtiger Faktor für die Daten ist der Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfestes. Da das Fest in diesem Jahr später als üblich stattfand, wurden viele Lieferungen nach China bereits in den Januar vorgezogen – was Japans Gesamtexporte in jenem Monat um 16,8 Prozent aufgebläht hatte. Dieser Basiseffekt erklärt, warum die Exporte nach China im Februar nun um 10,9 Prozent sanken, während die Ausfuhren in die USA um 8,0 Prozent zurückgingen.

Die Exporte in das restliche Asien wuchsen dagegen um 2,8 Prozent und stützten das Gesamtergebnis. Auch bei den Importen gab es eine positive Überraschung: Sie stiegen um 10,2 Prozent – weniger als die erwarteten 11,5 Prozent. Das Ergebnis: Japan verzeichnete im Februar einen Handelsüberschuss von 57,3 Milliarden Yen (rund 361 Millionen US-Dollar), obwohl Analysten ein Defizit von 483,2 Milliarden Yen erwartet hatten.

Stagflationsrisiko durch steigende Ölpreise

Trotz der positiven Handelsdaten warnen Ökonomen vor wachsenden Risiken. Steigende Ölpreise – angeheizt durch den Nahostkonflikt – könnten die stark energieimportabhängige japanische Wirtschaft belasten und das Risiko einer Stagflation erhöhen. Ein schwacher Yen verstärkt diesen Inflationsdruck zusätzlich.

Japans Wirtschaft zeigte zuletzt eine moderate Erholungsdynamik: Das Wachstum im vierten Quartal 2025 wurde auf eine annualisierte Rate von 1,3 Prozent nach oben korrigiert, getragen von robusten Unternehmensinvestitionen. Dennoch bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld fragil.

Die Bank of Japan dürfte bei ihrer zweitägigen Sitzung, die am Donnerstag endet, die Zinsen unverändert lassen. Gleichzeitig wird erwartet, dass sie ihre Entschlossenheit zu einem weiteren geldpolitischen Straffungskurs bekräftigt – ein Signal, das die Märkte genau beobachten werden.

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