ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Japanische Aktienkorrektur könnte USD/JPY stark unter Druck setzen

Citi-Strategen warnen: Erst ein TOPIX-Rückgang von über 10% dürfte eine nachhaltige Yen-Aufwertung auslösen.

Japanische Aktienkorrektur könnte USD/JPY stark unter Druck setzen

Investing.com – Eine tiefere Korrektur am japanischen Aktienmarkt könnte den USD/JPY-Kurs deutlich nach unten treiben. Doch laut Strategen der Citigroup müsste der Markt erheblich fallen, bevor eine nachhaltige Aufwertung des Yen einsetzt. Der Schlüssel liegt dabei beim breiten Marktindex TOPIX, der derzeit noch auf hohem Niveau verharrt.

Rekordhochs bei japanischen Aktien haben in den vergangenen Monaten Portfolio-Umschichtungen und Währungsabsicherungsgeschäfte bei in- und ausländischen Anlegern begünstigt. Diese Kapitalflüsse haben die Schwäche des Yen im Zuge steigender Aktienmärkte wahrscheinlich noch verstärkt. Der Nikkei 225 hat sich zwar jüngst von seinen Höchstständen korrigiert, doch der breiter gefasste TOPIX notiert weiterhin bei rund 4.000 Punkten.

Kritische Schwelle: TOPIX bei 3.600 Punkten

Die aktuelle Marktanpassung dürfte kaum eine signifikante Bewegung in Richtung Yen-Aufwertung auslösen, solange der TOPIX nahe dem derzeitigen Niveau verharrt. Seit 2024 zeigt sich ein klares Muster: Der Yen tendiert dazu, schneller aufzuwerten, wenn der TOPIX um mehr als 10% fällt. Basierend auf diesem Muster könnte USD/JPY steil fallen, falls der Index in Richtung 3.600 Punkte korrigiert – ein Rückgang von rund 10% gegenüber dem aktuellen Stand.

Ein solcher Kursrückgang beim TOPIX könnte ausländische Investoren dazu veranlassen, ihre Währungsabsicherungen zu reduzieren oder Positionen im Zusammenhang mit japanischen Aktien aufzulösen. Genau diese Kapitalflüsse wären es, die den Yen spürbar stärken würden. Für deutsche Anleger, die in japanische Aktien oder Währungsprodukte investiert sind, ist dieses Wechselspiel von besonderer Bedeutung.

Die Beziehung zwischen japanischen Aktien und dem USD/JPY-Kurs ist komplex und wirkt in beide Richtungen. Ein schwächerer Yen unterstützt japanische Exporteure, indem er den Wert der Auslandsgewinne in Yen erhöht. Gleichzeitig können steigende Aktienkurse Transaktionen generieren, die die Währung weiter unter Druck setzen. Die erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten hat diesen Zusammenhang zuletzt deutlicher sichtbar gemacht.

Geldpolitische Annäherung zwischen USA und Japan dämpft Effekt

Allerdings hat die Sensitivität von USD/JPY gegenüber japanischen Aktien seit 2025 abgenommen. Als wesentlicher Grund gilt die Verringerung der geldpolitischen Kluft zwischen den USA und Japan. Diese Verschiebung hat dem Yen eine grundlegende Unterstützung geboten und die Auswirkungen steigender japanischer Aktien auf die Währung begrenzt.

Basierend auf dem Verhältnis zwischen TOPIX und USD/JPY seit 2025 liegt das implizierte Niveau des Währungspaares bei etwa 160. Würde man hingegen die stärkere Korrelation aus dem Zeitraum zwischen 2012 und 2024 zugrunde legen, ergäbe sich eine Schätzung von näher bei 175. Diese Spanne verdeutlicht, wie stark sich das Marktgefüge in jüngster Zeit verändert hat.

Eine steile TOPIX-Korrektur ist laut Citi nicht das Basisszenario, da der Ausblick für die japanische Aktienstrategie weiterhin bullish bleibt. Eine anhaltende Marktstärke könnte USD/JPY auf hohem Niveau halten. Die verringerte Sensitivität des Währungspaares gegenüber Aktienbewegungen könnte jedoch eine weitere deutliche Yen-Schwäche begrenzen – ein wichtiger Faktor für alle, die japanische Währungsrisiken im Blick behalten.

Usd/JpyYen AufwertungTopix KorrekturJapanische AktienWährungsabsicherungNikkei 225Citi Strategen

Disclaimer