Japan-ETF mit 10% Plus: Takaichis Wahlsieg beflügelt Nikkei 225
Währungsgesicherter ETF übertrifft DAX deutlich – Zweidrittelmehrheit eröffnet neue Chancen für Investoren

Der währungsgesicherte Nikkei 225-ETF (ISIN: LU1875395870) hat in den vergangenen drei Wochen über zehn Prozent zugelegt und den stagnierenden DAX damit klar hinter sich gelassen. Die Wette auf japanische Aktien nach dem Wahlsieg von Regierungschefin Sanae Takaichi zahlt sich für Anleger aus.
Takaichi sicherte sich bei den Parlamentswahlen eine komfortable Zweidrittelmehrheit. Die Märkte reagieren positiv auf die neue politische Stabilität. Anders als vor der Wahl befürchtet, erwarten Investoren nun keine unverantwortliche Verschuldungspolitik mehr.
Die Renditen japanischer Staatsanleihen, die vor den Wahlen noch unter Druck geraten waren, stabilisieren sich. "Das Wahlergebnis gibt der Regierung Takaichi die Möglichkeit, diszipliniertere, glaubwürdige finanzpolitische Entscheidungen zu treffen", erklärt Naomi Fink, Strategin beim Vermögensverwalter Amova.
Unternehmensreformen im Fokus
Anleger setzen nun auf staatlich geförderte Fusionen und die Schaffung nationaler Champions. Besonders Investitionen in Technologie und Verteidigung könnten dem technologielastigen Nikkei weiteren Auftrieb geben. Die politische Stabilität schafft Planungssicherheit für langfristige Unternehmensstrategien.
Historische Daten belegen: Bei starkem Abschneiden der Regierungspartei LDP läuft der Nikkei überdurchschnittlich gut. Dieses Muster hat sich auch diesmal bestätigt und könnte den positiven Trend weiter unterstützen.
Risikofaktoren beachten
Dennoch sollten Investoren zwei entscheidende Faktoren im Auge behalten: den Yen-Kurs und die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen. Ein schwächerer Yen würde zwar die exportstarken Nikkei-Werte begünstigen, dürfte aber von den USA und der Bank of Japan verhindert werden.
Stark steigende Anleiherenditen bergen Risiken. Sie verteuern die Unternehmensfinanzierung und könnten Kapital vom Aktien- in den Anleihemarkt umlenken. Besonders kritisch: Wenn japanische Investoren ihre Auslandsanlagen nach Hause holen, könnte dies globale Märkte belasten.
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Zur AktienanalyseDiversifikation als Strategie
Der sogenannte Carry Trade, bei dem sich Investoren günstig in Yen verschuldeten und das Geld im Ausland anlegten, bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Eine weitere Auflösung dieser Positionen könnte internationale Aktienmärkte unter Druck setzen.
Für Anleger bietet sich eine Umschichtung von US- zu japanischen Aktien zur Risikostreuung an. Die politische Stabilität in Japan und die Reformperspektiven sprechen für ein gewisses Engagement im Land der aufgehenden Sonne.


