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Jane Street erzielt $40 Milliarden Handelsumsatz und distanziert Konkurrenz

Der Hochfrequenzhändler Jane Street übertrifft mit $40 Milliarden Handelsumsatz Citadel Securities und Hudson River Trading deutlich.

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Jane Street erzielt $40 Milliarden Handelsumsatz und distanziert Konkurrenz

Der Handelsriese Jane Street hat im vergangenen Jahr einen Handelsumsatz von rund 40 Milliarden US-Dollar erzielt und damit seine engsten Konkurrenten weit hinter sich gelassen. Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen, die anonym bleiben wollten, da die Ergebniszahlen vertraulich sind. Das Ergebnis festigt die Position des Unternehmens an der absoluten Spitze der Market-Maker-Branche.

Zum Vergleich: Citadel Securities, einer der bekanntesten Wettbewerber, erzielte im Jahr 2025 Handelserlöse von rund 12,2 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber 2024. Hudson River Trading meldete für das vergangene Jahr Handelserlöse von etwa 12,3 Milliarden US-Dollar. Jane Street übertrifft damit beide Konkurrenten zusammengenommen um ein erhebliches Maß. Das Unternehmen selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Volatilität als Treiber der Rekordgewinne

Die erhöhte Marktvolatilität im vergangenen Jahr spielte eine entscheidende Rolle für die Rekordergebnisse der gesamten Branche. Wenn Anleger ihre Portfolios anpassen, um sich gegen Risiken abzusichern, profitieren in der Regel die Handelsabteilungen großer Banken sowie algorithmische Handelsfirmen wie Jane Street. Market Maker verdienen an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreisen und profitieren besonders in turbulenten Marktphasen von erhöhten Handelsvolumina.

Jane Street beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und stellt Marktliquidität bereit, indem das Unternehmen eine breite Palette von Finanzprodukten kauft und verkauft. Dazu zählen ETFs, Aktien, Anleihen, Optionen, Rohstoffe und Währungen an Börsen und Handelsplätzen weltweit. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich damit von klassischen Investmentbanken, da Jane Street kein externes Kapital aufgenommen hat.

Beteiligung an KI-Start-ups beflügelt Ergebnisse

Zusätzlich zum Kerngeschäft als Market Maker profitierte Jane Street im vergangenen Jahr von einem Bewertungssprung bei Beteiligungen an mehreren hochbewerteten privaten Start-ups. Darunter befindet sich das KI-Labor Anthropic, das zuletzt stark an Wert gewonnen hat. Die Capital-Markets-Einheit des Unternehmens investiert in private Unternehmen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Seed-Phase bis zum Börsengang.

Darüber hinaus betreibt Jane Street eine Hedgefonds-ähnliche Sparte, die Positionen in verschiedenen Anlageklassen über mehrere Wochen und Monate hält. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, größere Positionen einzugehen und diese auch in Phasen zu halten, in denen sich solche Risiken besonders auszahlen. Die Tatsache, dass kein externes Kapital aufgenommen wurde, gibt dem Unternehmen dabei zusätzliche Flexibilität.

Wall-Street-Banken ebenfalls mit starken Handelsergebnissen

Jane Street ist nicht das einzige Unternehmen, das von der erhöhten Marktvolatilität profitiert hat. Auch die führenden Banken der Wall Street verzeichneten in den vergangenen Quartalen einen deutlichen Boom bei den Handelsgewinnen. JPMorgan Chase erwirtschaftete im vergangenen Jahr 35,8 Milliarden US-Dollar an Handelserlösen. Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup meldeten ebenfalls einen deutlichen Sprung bei den Handelserlösen im ersten Quartal.

Die Zahlen verdeutlichen, wie stark die Marktturbulenzen der vergangenen Monate den professionellen Handelshäusern zugutegekommen sind. Für Privatanleger bedeutet dies, dass die Gegenseite ihrer Transaktionen – also die Market Maker – in volatilen Phasen besonders gut verdienen. Jane Street bleibt dabei als nicht börsennotiertes Unternehmen weitgehend im Verborgenen, obwohl es zu den einflussreichsten Akteuren an den globalen Finanzmärkten zählt.

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