Jabil: Diese unterschätzte KI-Infrastruktur-Aktie könnte im Juni explodieren
Jabil ist 2026 bereits 60% gestiegen – und vor dem Quartalsbericht am 17. Juni könnte noch mehr drin sein.

Während Micron Technology als KI-Infrastrukturwert im Rampenlicht steht, rückt ein anderes Unternehmen zunehmend in den Fokus: Jabil (JBL). Der Auftragsfertiger für KI-Server, Flüssigkeitskühlsysteme und Energiemanagementlösungen hat seine Aktionäre im Jahr 2026 bereits mit einem Kursanstieg von 60% begeistert. Am 17. Juni legt Jabil seinen Ergebnisbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor – und Analysten sehen gute Chancen auf einen weiteren kräftigen Schub.
Das Unternehmen liefert kritische Komponenten für KI-Rechenzentren: Rack-Server, Kühlsysteme und Energiemanagementlösungen. Diese Produkte sind gefragter denn je, da der weltweite Ausbau von KI-Infrastruktur in vollem Gange ist. Jabil profitiert dabei direkt von der explodierenden Nachfrage der sogenannten Hyperscaler – also der großen Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google.
KI beschleunigt das Wachstum von Jabil
Im zweiten Geschäftsquartal, das Jabil im März präsentierte, zeigte sich die Dynamik eindrucksvoll: Der Umsatz stieg um 23% im Jahresvergleich auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahresquartal stagnierte der Umsatz noch. Gleichzeitig kletterte der Gewinn je Aktie um 38% auf 2,69 US-Dollar.
Für das dritte Quartal erwartet Jabil im Mittelwert einen Umsatz von 8,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 3,03 US-Dollar. Das würde einem Umsatzwachstum von rund 9% und einem Gewinnanstieg von 19% im Jahresvergleich entsprechen. Analysten halten jedoch ein noch stärkeres Ergebnis für möglich, da die Nachfrage nach KI-Servern und -Racks das verfügbare Angebot derzeit übersteigt.
Besonders bemerkenswert: Jabil hob seine KI-Umsatzprognose beim Märzbericht bereits um 1 Milliarde US-Dollar an – auf nun 13,1 Milliarden US-Dollar für das laufende Geschäftsjahr, was einem Anstieg von 46% entspricht. In der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen deutete das Management zudem an, auf dem besten Weg zu sein, einen dritten Hyperscaler-Kunden für seine Rechenzentrumslösungen zu gewinnen. Sollte dies bestätigt werden, könnte der Ausblick erneut nach oben angepasst werden.
Bewertung bleibt trotz Kursanstieg attraktiv
Trotz des beeindruckenden Kursanstiegs in diesem Jahr erscheint die Bewertung von Jabil nicht überzogen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt zwar beim 52-fachen Gewinn, das vorausschauende KGV beträgt jedoch nur 28 – ein deutlich moderaterer Wert, der das erwartete Gewinnwachstum widerspiegelt.
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Zur AktienanalyseZum Vergleich: Dell Technologies lieferte zuletzt phänomenale Ergebnisse, getrieben von der boomenden Nachfrage nach KI-Servern. Jabil, als wichtiger Zulieferer in diesem Ökosystem, könnte einem ähnlichen Wachstumspfad folgen. Der Markt für KI-Server wird laut Prognosen bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 34% expandieren – ein struktureller Rückenwind, von dem Jabil langfristig profitieren dürfte.
Für deutsche Privatanleger, die nach Alternativen zu den bekannten KI-Schwergewichten suchen, könnte Jabil eine interessante Beimischung darstellen. Der Quartalsbericht am 17. Juni wird zeigen, ob das Unternehmen erneut die Erwartungen übertreffen kann.


