J&J senkt US-Arzneipreise gegen Zollausnahmen
Vereinbarung mit Regierung umfasst Medicaid, Onlineplattform und neue Investitionen

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat eine Vereinbarung mit der US-Regierung geschlossen, die niedrigere Arzneimittelpreise für amerikanische Verbraucher vorsieht. Im Gegenzug erhält das Unternehmen Ausnahmen von geplanten US-Zöllen. Die Einigung wurde von der Regierung von Präsident Donald Trump bekanntgegeben und reiht sich in eine Serie ähnlicher Abkommen ein, die bereits im Dezember mit weiteren großen Pharmaunternehmen erzielt worden waren.
Ziel der Initiative ist es, die in den Vereinigten Staaten im internationalen Vergleich hohen Medikamentenkosten zu senken. US-Patienten zahlen für verschreibungspflichtige Arzneien häufig ein Vielfaches dessen, was in anderen wohlhabenden Ländern üblich ist. Die Regierung hatte in den vergangenen Monaten verstärkt Druck auf die Branche ausgeübt, die Preise auf ein international vergleichbares Niveau zu bringen, insbesondere für staatliche Programme und Selbstzahler.
Nach Angaben von Johnson & Johnson erfüllt die Vereinbarung die von der Regierung formulierten Anforderungen an die Industrie. Im Rahmen des Abkommens sollen die Produkte des Konzerns von bestimmten Zöllen ausgenommen werden. Details zu den konkreten Preisnachlässen oder zu den betroffenen Medikamenten wurden nicht veröffentlicht. Auch zur Dauer der Vereinbarung machte das Unternehmen keine Angaben.
Ein Bestandteil der Einigung ist die Beteiligung von Johnson & Johnson an der staatlichen Plattform TrumpRx.gov. Über diese Internetseite sollen Amerikaner künftig Medikamente des Konzerns zu deutlich reduzierten Preisen erwerben können. Darüber hinaus will das Unternehmen dem staatlichen Medicaid-Programm Zugang zu Preisen gewähren, die sich an denen anderer entwickelter Länder orientieren.
Bereits im Dezember hatten sich neun weitere US-Pharmahersteller verpflichtet, die Preise für einen Großteil ihrer Medikamente im Medicaid-Programm zu senken. Diese Maßnahmen wurden von der Regierung als bedeutender Schritt zur Entlastung einkommensschwächerer Haushalte dargestellt und mit erheblichen Einsparungen bei häufig verwendeten Arzneien begründet.
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Zur AktienanalyseParallel zu der Preisvereinbarung kündigte Johnson & Johnson an, seine Investitionen in den Vereinigten Staaten auszuweiten. Geplant ist der Bau von zwei neuen Produktionsstätten in den Bundesstaaten North Carolina und Pennsylvania. Diese Projekte sind Teil eines bereits im vergangenen Jahr vorgestellten Investitionsprogramms mit einem Gesamtvolumen von 55 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erklärte zudem, dass im Laufe des Jahres weitere Investitionen in den USA bekanntgegeben werden könnten.


