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IWF: Yen-Wert wird durch Marktkräfte bestimmt – keine Intervention

Internationale Währungsfonds sieht keinen "richtigen" Wechselkurs für japanische Währung

IWF: Yen-Wert wird durch Marktkräfte bestimmt – keine Intervention

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich gegen die Festlegung eines Zielwerts für den japanischen Yen ausgesprochen. Rahul Anand, Leiter der Japan-Mission des IWF, betonte am Mittwoch in einem Online-Pressebriefing, dass der Wert der japanischen Währung ausschließlich durch Marktkräfte bestimmt werden sollte.

"Wir glauben nicht, dass es ein 'richtiges' Niveau für den Yen gibt", erklärte Anand. Diese Aussage unterstreicht die Position des IWF, dass Wechselkurse in offenen Volkswirtschaften wie Japan natürlichen Schwankungen unterliegen sollten.

Der IWF-Vertreter verwies auf Japans offene Volkswirtschaft und die liberalisierte Kapitalbilanz als Gründe für die Wechselkursschwankungen. Die japanischen Behörden hätten sich zu einem flexiblen Wechselkurssystem bekannt, weshalb der Yen-Preis durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt werde.

Keine Spekulation über Interventionen

Auf die Frage nach möglichen Devisenmarktinterventionen zur Stützung des Yen reagierte Anand zurückhaltend. "Wir können nicht über künftige Maßnahmen der Behörden spekulieren", sagte er. Diese Aussage lässt offen, unter welchen Bedingungen Japan am Devisenmarkt eingreifen würde.

Die Äußerungen des IWF sind besonders relevant vor dem Hintergrund der jüngsten Yen-Schwäche gegenüber dem US-Dollar. In den vergangenen Monaten hatte die japanische Währung deutlich an Wert verloren, was die Importpreise verteuerte und die Inflation anheizte. Für deutsche Anleger mit Japan-Investments bedeutet die IWF-Position, dass kurzfristige Wechselkursschwankungen Teil des normalen Marktgeschehens bleiben werden.

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