IWF schließt Gespräche mit Pakistan über Reformen und Haushalt ab
Eine IWF-Mission beendete am Mittwoch Verhandlungen in Islamabad zu Wirtschaftsentwicklung, Haushaltsplänen und Reformfortschritten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Mittwoch seine Gespräche mit den pakistanischen Behörden abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Entwicklung, die Haushaltspläne für das nächste Geschäftsjahr sowie die Fortschritte bei den Reformen im Rahmen der vom IWF unterstützten Programme. Dies teilte der Fonds in einer offiziellen Erklärung mit.
Das IWF-Team unter der Leitung der Beraterin Iva Petrova besuchte Islamabad vom 13. bis 20. Mai. Die Gespräche konzentrierten sich neben der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Reformfortschritt auch auf die Auswirkungen von Störungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten auf die pakistanische Wirtschaft.
Milliardenschweres IWF-Programm für Pakistan
Pakistan befindet sich derzeit in einem umfangreichen IWF-Programm über insgesamt 7 Milliarden US-Dollar. Bereits Anfang Mai hatte der Fonds dem südasiatischen Land Zugang zu neuen Mitteln in Höhe von rund 1,32 Milliarden US-Dollar ermöglicht. Das Land ist damit einer der größten Empfänger von IWF-Unterstützung weltweit.
Ein zentrales Ergebnis der Gespräche ist das Haushaltsziel für das Geschäftsjahr 2027: Die pakistanischen Behörden haben sich zu einem Primärüberschuss von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verpflichtet. Der Primärüberschuss misst den Haushaltsüberschuss vor Abzug der Zinszahlungen auf Staatsschulden und gilt als wichtiger Indikator für die Schuldentragfähigkeit eines Landes.
Geldpolitik und Inflationsbekämpfung im Fokus
Auch die Geldpolitik stand auf der Agenda. Pakistans Zentralbank hat sich laut IWF dazu verpflichtet, einen „angemessen straffen geldpolitischen Kurs" beizubehalten, um die Inflationserwartungen zu verankern. Zudem werde die Zentralbank potenzielle Zweitrundeneffekte infolge von Energiepreiserhöhungen weiterhin genau beobachten. Zweitrundeneffekte entstehen, wenn steigende Energiepreise zu allgemeinen Lohn- und Preiserhöhungen führen und so die Inflation weiter anheizen.
Die Haushaltsverhandlungen für das Geschäftsjahr 2027 sind noch nicht abgeschlossen. Der IWF teilte mit, dass die entsprechenden Gespräche in den kommenden Tagen fortgesetzt werden sollen. Pakistan steht damit weiterhin unter engmaschiger Beobachtung durch den Fonds.
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Zur AktienanalyseNächste IWF-Mission für zweite Jahreshälfte 2026 geplant
Als nächsten Schritt kündigte der IWF eine weitere Mission für die zweite Jahreshälfte 2026 an. Diese wird Konsultationen sowie Überprüfungen im Rahmen bestimmter Vereinbarungen umfassen. Für Investoren und Gläubiger Pakistans sind diese regelmäßigen Überprüfungen ein wichtiges Signal für die Stabilität des Landes und die Einhaltung der vereinbarten Reformziele.
Pakistan hat in den vergangenen Jahren eine schwere Wirtschafts- und Schuldenkrise durchlebt. Die Zusammenarbeit mit dem IWF gilt als entscheidend für die Stabilisierung der Staatsfinanzen und den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten. Die Einhaltung der vereinbarten Haushaltsziele und Reformen ist dabei eine Grundvoraussetzung für die weitere Auszahlung der IWF-Mittel.


