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IW-Studie: Iraner überdurchschnittlich gut im deutschen Arbeitsmarkt integriert

58,6 Prozent der rund 162.000 Iraner im erwerbsfähigen Alter sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Iranische Staatsangehörige gehören zu den am besten integrierten Einwanderergruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mit einer Beschäftigungsquote von 58,6 Prozent erreichen sie nahezu das Niveau von EU-Bürgern und liegen deutlich über dem Durchschnitt aller ausländischen Arbeitnehmer von 52,5 Prozent. Zum Vergleich: Bei Staatsangehörigen aus Afghanistan, dem Irak und Syrien liegt die Quote zwischen 40 und 44 Prozent.

Ein wesentlicher Grund für diesen Vorsprung ist das hohe Bildungsniveau. 43,3 Prozent der in Deutschland beschäftigten Iraner verfügen über einen Hochschulabschluss – mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt aller ausländischen Beschäftigten, wo dieser Anteil bei lediglich 19,5 Prozent liegt. Diese Qualifikation schlägt sich direkt in den Berufsfeldern nieder.

Hohe Fachkraftquote und überdurchschnittliche Gehälter

Drei Viertel der hier lebenden Iraner – genau 73,1 Prozent – sind als Fachkräfte tätig. Fast ein Drittel arbeitet sogar als Spezialist oder Experte mit akademischem Abschluss, Meistertitel oder als Techniker. Beim Rest der ausländischen Beschäftigten liegt dieser Anteil bei lediglich 18,3 Prozent. Das qualifikationsbedingt höhere Lohnniveau spiegelt sich auch im Gehalt wider: Iraner verdienen im Schnitt 3.528 Euro monatlich, während andere Einwanderer durchschnittlich 3.204 Euro erhalten.

Besonders hervorgehoben hat Studienautor Wido Geis-Thöne die Situation der iranischen Frauen. Mit einer Beschäftigungsquote von 41 Prozent liegen sie leicht über dem Vergleichswert eingewanderter Frauen insgesamt von 39 Prozent – ein Hinweis auf eine vergleichsweise starke Erwerbsorientierung.

Schwerpunkt in Gesundheit und wissenschaftlichen Dienstleistungen

Beim Blick auf die Branchen fällt auf, dass iranische Beschäftigte besonders häufig im Gesundheitswesen tätig sind: 11,2 Prozent gegenüber 6,0 Prozent bei allen anderen ausländischen Beschäftigten. Auch in Immobilien sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sind sie mit 10,6 Prozent deutlich stärker vertreten als der Durchschnitt mit 5,8 Prozent.

Dagegen sind Iraner im verarbeitenden Gewerbe (11,0 vs. 16,3 Prozent), im Baugewerbe (3,3 vs. 7,8 Prozent) und bei sonstigen Dienstleistungen (9,2 vs. 13,6 Prozent) unterrepräsentiert. Einziger Wermutstropfen der Studie: Der Anteil der Iraner, die im Oktober 2025 Bürgergeld bezogen, lag mit 17,2 Prozent leicht über dem Gesamtdurchschnitt aller erwerbsfähigen Eingewanderten von 16,5 Prozent.

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