Ivy-League-Universitäten kehren Private Equity den Rücken zu
Princeton, Yale und Harvard reduzieren ihre Investments in Private Equity nach enttäuschenden Renditen.

Die renommiertesten Universitäten der USA überdenken ihre Anlagestrategie. Princeton, Yale und Harvard ziehen sich zunehmend aus Private-Equity-Investments zurück, nachdem die erhofften Renditen ausgeblieben sind. Die Stiftungsvermögen der Elite-Universitäten galten jahrzehntelang als verlässliche Großkunden für Private-Equity-Gesellschaften.
Die Princeton University hat ihre Renditeerwartungen für das Stiftungsvermögen nach unten korrigiert. Grund sind die enttäuschenden Ergebnisse im Bereich privates Beteiligungskapital. Yale reduzierte erstmals seit zehn Jahren sein Portfolio an Leveraged Buyouts deutlich. Harvard geht noch einen Schritt weiter und erklärt den vorzeitigen Ausstieg aus bestimmten Privatmarkt-Investitionen zur langfristigen Strategie.
Die Kehrtwende kommt nicht überraschend. Der Markt für Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen ist mittlerweile überlaufen. Die Renditen können kaum noch mit den Benchmarks des breiten Aktienmarktes mithalten. Für Private-Equity-Gesellschaften bedeutet dies den Verlust ihrer größten und treuesten Kunden.
Paradigmenwechsel bei institutionellen Anlegern
Die Entscheidung der Ivy-League-Universitäten könnte weitreichende Folgen haben. Als Trendsetter unter institutionellen Anlegern beeinflussen sie oft die Strategien anderer Stiftungen und Pensionsfonds. Der sogenannte "Yale-Modell"-Ansatz, der stark auf alternative Anlagen wie Private Equity setzte, galt jahrelang als Goldstandard.
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Zur AktienanalyseDoch die Zeiten haben sich geändert. Die niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre trieben zu viel Kapital in den Private-Equity-Markt. Die Bewertungen stiegen, während die Renditen sanken. Gleichzeitig entwickelten sich die öffentlichen Aktienmärkte besser als erwartet. Für Universitätsstiftungen mit langfristigem Anlagehorizont wird die Rechnung zunehmend unattraktiv.
Die Neuausrichtung der Portfolios dürfte nicht über Nacht erfolgen. Private-Equity-Investments sind langfristig gebunden und lassen sich nicht kurzfristig liquidieren. Dennoch signalisiert die strategische Neupositionierung der Elite-Universitäten einen fundamentalen Wandel in der Wahrnehmung dieser Anlageklasse.


