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Israel plant neue Verteidigungspartnerschaft mit USA

Israel strebt ein überarbeitetes Sicherheitsabkommen mit den USA an, das gemeinsame Rüstungsprojekte statt direkter Finanzhilfen priorisiert. Dies geht aus Aussagen des ehemaligen Chef-Finanzberaters des israelischen Verteidigungsministeriums hervor.

Israel plant neue Verteidigungspartnerschaft mit USA

Israel plant, seine Sicherheitsbeziehungen zu den USA neu auszurichten und dabei den Fokus von direkten Finanzhilfen auf gemeinsame Militär- und Verteidigungsprojekte zu verlagern. Dies erklärte Gil Pinchas, der kürzlich als Chef-Finanzberater des israelischen Militär- und Verteidigungsministeriums zurückgetreten ist, gegenüber der Financial Times.

Strategische Partnerschaft vor Finanzhilfe

Pinchas betonte, dass die strategische Partnerschaft wichtiger sei als reine finanzielle Zuwendungen. "Die Partnerschaft ist in diesem Kontext wichtiger als nur die reine finanzielle Frage. Es gibt viele Dinge, die Geld gleichwertig sind", sagte er. Die Gespräche über ein neues Abkommen werden in den kommenden Wochen erwartet.

Derzeit erhält Israel jährlich 3,3 Milliarden US-Dollar an direkter Militärhilfe, die das Land zum Kauf amerikanischer Waffen verwenden kann. Pinchas bezeichnete diese Direktzahlungen als eine Komponente, "die schrittweise abnehmen könnte".

Bestehendes Abkommen läuft 2028 aus

Das aktuelle Memorandum of Understanding (MOU) zwischen den USA und Israel wurde 2016 unterzeichnet und läuft bis September 2028. Es sieht Militärhilfe in Höhe von insgesamt 38 Milliarden US-Dollar vor: 33 Milliarden Dollar für den Kauf militärischer Ausrüstung und 5 Milliarden Dollar speziell für Raketenabwehrsysteme.

Anfang Januar hatte bereits Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt, Israel wolle seine Abhängigkeit von US-Militärhilfe im nächsten Jahrzehnt "schrittweise verringern". Die neue Ausrichtung auf gemeinsame Projekte könnte diesem Ziel dienen, während gleichzeitig die enge militärische Zusammenarbeit beider Länder gestärkt wird.

Keine Stellungnahme aus Washington

Das US-Außenministerium hat sich bislang nicht zu den Plänen geäußert. Eine Anfrage von Reuters blieb außerhalb der Geschäftszeiten zunächst unbeantwortet. Die geplanten Verhandlungen dürften für die amerikanische Rüstungsindustrie von erheblicher Bedeutung sein, da Israel zu den wichtigsten Empfängern US-amerikanischer Militärhilfe zählt.

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