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ISM-Dienstleistungsindex und OPEC+-Entscheidung bewegen die Märkte

Wall-Street-Futures legen zu, während OPEC+ die Ölförderung anhebt und der ISM-Dienstleistungsindex im Fokus steht.

ISM-Dienstleistungsindex und OPEC+-Entscheidung bewegen die Märkte

Die US-Aktienfutures notieren zu Wochenbeginn leicht im Plus. Bis 03:01 Uhr ET blieb der Dow-Future weitgehend unverändert, die S&P 500-Futures stiegen um 25 Punkte bzw. 0,3 Prozent, und die Nasdaq 100-Futures kletterten um 276 Punkte oder 0,9 Prozent. Die US-Börsen waren am Freitag wegen des amerikanischen Unabhängigkeitstags geschlossen.

Im Mittelpunkt der neuen Handelswoche steht ein wichtiger Konjunkturindikator: der ISM-Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Für Juni wird ein Wert von 54,2 erwartet, nach 54,5 im Vormonat. Ein Wert über 50 signalisiert eine Expansion der Wirtschaftsaktivität. Der Dienstleistungssektor ist von besonderer Bedeutung, da er mehr als zwei Drittel des gesamten US-Wirtschaftswachstums ausmacht.

In der vergangenen Woche hatte ein separater ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe stärker als erwartet nachgegeben. Unternehmen bewerteten dabei die Entwicklungen im Iran-Krieg sowie den anhaltenden Boom der künstlichen Intelligenz. Schwächer als erwartet ausgefallene Beschäftigtenzahlen für Juni dämpften zudem die Wetten auf unmittelbar bevorstehende Zinserhöhungen der Federal Reserve.

OPEC+ erhöht Ölförderung ab August

Die Ölpreise gaben am Montag nach, nachdem die OPEC+ eine weitere Produktionsausweitung angekündigt hatte. Bis 03:26 Uhr ET fielen die Futures für die globale Sorte Brent um 0,4 Prozent auf 71,86 US-Dollar pro Barrel, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 0,2 Prozent auf 68,63 US-Dollar pro Barrel sank.

Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten, darunter Russland, kündigten am Sonntag an, ihre Produktionsziele ab August um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Dieser Schritt erfolgt zusätzlich zu ähnlichen Erhöhungen, die bereits für Juni und Juli beschlossen worden waren. Zusammen mit Berichten über sich erholende Ströme durch die strategisch wichtige Straße von Hormus zeichnet sich damit das Bild eines wachsenden weltweiten Ölangebots ab.

In der vergangenen Woche hatten sich die Ölpreise verhalten entwickelt, da Händler die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran im Blick behielten. Diese könnten die Aussichten für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinflussen, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt.

Goldpreis unter Druck durch stärkeren Dollar

Der Spot-Goldpreis notierte am Montag ebenfalls niedriger. Der US-Dollar machte angesichts anhaltender Unsicherheit über die US-Zinsentwicklung einen Teil seiner jüngsten Verluste wett. Ein stärkerer Greenback belastet den Goldpreis, da er das Edelmetall für Käufer aus Übersee verteuert.

Das Edelmetall hatte in der Vorwoche noch von Achtmonatstiefs zugelegt, nachdem der schwache US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) die Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2026 gedämpft hatte. Höhere Zinsen gelten generell als ungünstig für Gold, da sie die Opportunitätskosten für Investitionen in unverzinsliche Anlagen gegenüber Staatsanleihen erhöhen. Inflation und Arbeitsmarkt bleiben die beiden zentralen Faktoren der Fed bei Zinsentscheidungen.

Reden von Fed-Vertretern in den kommenden Tagen dürften weiteren Aufschluss darüber geben, wie die Notenbanker die Zinsentwicklung für den Rest des Jahres einschätzen.

Foxconn mit starkem Umsatzsprung dank KI-Nachfrage

Positive Nachrichten kamen unterdessen aus dem Technologiesektor: Foxconn, offiziell bekannt als Hon Hai Precision Industry, verzeichnete im zweiten Quartal einen kräftigen Umsatzsprung. Der Umsatz des weltgrößten Auftragfertigers für Elektronik stieg im Quartal von April bis Juni im Jahresvergleich um 39,8 Prozent auf 2,513 Billionen Taiwanische Dollar, umgerechnet rund 78,71 Milliarden US-Dollar.

Das Ergebnis übertraf die Schätzungen von Reuters/LSEG von 2,372 Billionen Taiwanischen Dollar deutlich. Als Treiber nannte das Unternehmen eine starke Nachfrage nach Cloud- und Netzwerkprodukten, die durch die rasant wachsende KI-Entwicklung angeheizt wurde. Auch das Segment Unterhaltungselektronik verzeichnete ein solides Wachstum. Foxconn warnte jedoch gleichzeitig vor geopolitischer Volatilität als möglichem Risikofaktor.

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