IRS unter Trump: Prüfungsaktivitäten sinken nach massivem Stellenabbau
Neue Daten zeigen: Die verkleinerte US-Steuerbehörde IRS prüft unter Trump deutlich weniger Steuerzahler als zuvor.

Die US-Steuerbehörde IRS hat unter der Trump-Regierung einen erheblichen Personalabbau erlebt – und die Folgen werden nun in den offiziellen Zahlen sichtbar. Ein neuer Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, zeigt einen graduellen Rückgang der Prüfungsaktivitäten über einen Zeitraum, der die ersten neun Monate der zweiten Trump-Präsidentschaft umfasst. Die Daten stammen direkt vom Internal Revenue Service selbst.
Der Bericht beleuchtet nicht nur die Prüfungszahlen, sondern auch weitere operative Abläufe der Behörde zu Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Die Trump-Regierung hatte die IRS im vergangenen Jahr gezielt verkleinert, was sich nun messbar auf die Kapazitäten der Behörde auswirkt. Für viele Steuerzahler bedeutet das konkret: Die Wahrscheinlichkeit, geprüft zu werden, ist gesunken.
Schrumpfende Behörde, sinkende Prüfquoten
Für deutsche Beobachter ist der Vorgang bemerkenswert: Die IRS ist das amerikanische Pendant zum deutschen Finanzamt, zuständig für die Erhebung von Bundessteuern und die Überprüfung von Steuererklärungen. Eine Verkleinerung der Behörde hat direkte Auswirkungen auf die Durchsetzung des Steuerrechts in den USA. Weniger Personal bedeutet schlicht weniger Kapazität für Betriebsprüfungen und Steuerkontrollen.
Der Rückgang der Prüfungsaktivitäten vollzog sich laut den veröffentlichten Daten graduell über die ersten neun Monate der Trump-Regierung. Dies deutet darauf hin, dass der Effekt des Stellenabbaus sich nicht schlagartig, sondern schrittweise in den Kennzahlen der Behörde niedergeschlagen hat. Welche Gruppen von Steuerzahlern besonders von dem Rückgang profitieren, geht aus den veröffentlichten Informationen hervor – demnach kann eine bestimmte Gruppe „deutlich aufatmen".
Bedeutung für das US-Steuersystem
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Zur AktienanalyseDer Abbau staatlicher Kapazitäten bei der IRS ist Teil einer breiteren politischen Agenda der Trump-Regierung, die auf eine Verschlankung des Bundesapparats setzt. Kritiker warnen seit Längerem, dass eine geschwächte Steuerbehörde die staatlichen Einnahmen gefährden und die Steuergerechtigkeit untergraben könnte. Befürworter hingegen sehen in weniger Prüfungen eine Entlastung für Bürger und Unternehmen.
Für internationale Investoren und Unternehmen mit US-Geschäft ist die Entwicklung bei der IRS ein relevanter Faktor. Eine Behörde mit geringerer Prüfkapazität verändert das Risikoprofil steuerlicher Gestaltungen – in beide Richtungen. Die nun veröffentlichten Daten liefern erstmals eine konkrete Datengrundlage für diese Einschätzung und dürften die Debatte über die Zukunft der US-Steuerbehörde weiter befeuern.


