IRS erkennt Krypto-Steuerfehler präziser: Was Anleger jetzt wissen müssen
Die US-Steuerbehörde IRS verschärft die Kontrolle von Kryptotransaktionen – mit neuen Meldepflichten für Broker ab 2025.

Anleger mit digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin und Ether stehen vor einer neuen Realität: Die US-Steuerbehörde IRS wird Kryptotransaktionen künftig deutlich genauer unter die Lupe nehmen. Bislang melden einer Schätzung zufolge lediglich 32% bis 56% aller US-Steuerzahler mit Kryptobeständen ihre Transaktionen korrekt an die Bundesregierung. Diese Lücke könnte sich bald schließen.
Die Zahlen stammen aus einer im März in der Fachzeitschrift „Review of Accounting Studies" veröffentlichten Forschungsarbeit. Sie zeigen, wie weit verbreitet die steuerliche Nicht-Compliance im Kryptobereich ist – und wie groß das Potenzial für staatliche Nachforderungen sein könnte. Für deutsche Anleger mit US-Bezug oder internationale Krypto-Investoren ist diese Entwicklung ebenfalls relevant.
Neue Meldepflicht für Broker ab Steuerjahr 2025
Ab dem Steuerjahr 2025 verpflichtet die IRS Broker dazu, das Formular 1099-DA an ihre Kunden zu versenden. Dieses Formular weist die Bruttoerlöse aus Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten aus. Experten zufolge könnte diese Maßnahme Kryptotransaktionen für die Bundesregierung erheblich transparenter machen.
Das Formular 1099-DA funktioniert ähnlich wie bereits bekannte Steuerformulare für traditionelle Wertpapiere. Broker müssen damit erstmals systematisch Daten über Kryptoverkäufe und -erlöse an die Steuerbehörde melden – ein Paradigmenwechsel für eine Branche, die bislang weitgehend im steuerlichen Graubereich operierte.
Warum Kryptosteuern besonders komplex sind
Steuerberater betonen, dass die Ermittlung der korrekten Steuerlast bei digitalen Vermögenswerten bekanntermaßen schwieriger ist als bei traditionellen Finanzanlagen wie Aktien und Anleihen. Die Komplexität ergibt sich unter anderem aus der Vielzahl an Transaktionen, verschiedenen Wallets und Handelsplattformen sowie der fehlenden zentralen Datenverwaltung.
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Zur AktienanalyseViele Anleger haben ihre Steuern auf Kryptotransaktionen bisher nicht korrekt abgeführt – oft nicht aus böser Absicht, sondern aufgrund der technischen und steuerrechtlichen Komplexität. Mit der Einführung des Formulars 1099-DA entfällt jedoch ein wesentlicher Teil dieser Unklarheit, da Broker die relevanten Daten künftig direkt bereitstellen müssen.
Die Entwicklung in den USA ist ein Signal für einen globalen Trend: Steuerbehörden weltweit arbeiten daran, Kryptotransaktionen besser zu erfassen und zu besteuern. Auch in Deutschland und der EU gibt es entsprechende Bestrebungen zur verbesserten steuerlichen Erfassung digitaler Vermögenswerte. Anleger sollten ihre bisherigen Kryptotransaktionen daher sorgfältig dokumentieren und im Zweifelsfall steuerlichen Rat einholen.


