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IREN-Aktie springt 5% nach Jefferies-Kaufempfehlung mit Kursziel $79

Jefferies startet Coverage mit „Buy" und sieht IREN als ernstzunehmenden KI-Infrastrukturanbieter mit Milliarden-Verträgen.

IREN-Aktie springt 5% nach Jefferies-Kaufempfehlung mit Kursziel $79

Die Aktien von IREN Ltd (NASDAQ: IREN) legten am Donnerstag im vorbörslichen Handel um rund 5% zu. Auslöser war die Erstbewertung durch die US-Investmentbank Jefferies, die die Aktie direkt mit einer Kaufempfehlung („Buy") und einem Kursziel von 79 US-Dollar in die Beobachtung aufnahm.

Jefferies-Analyst Jonathan Petersen begründete seine positive Einschätzung mit der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. „IREN hat sich unter den Anbietern von KI-Infrastruktur in einer einzigartigen Position platziert, mit einer außergewöhnlich großen, langfristig gesicherten Stromkapazität von rund 6 GW und einem vertikal integrierten GPU-Cloud-Ansatz", erklärte Petersen.

Milliarden-Verträge mit Microsoft und Nvidia

Das Herzstück der Investitionsthese sind zwei wegweisende Verträge. IREN sicherte sich einen Fünfjahresvertrag mit Microsoft im Gesamtvolumen von 9,7 Milliarden US-Dollar für 200 MW Nvidia-GB300-GPU-Kapazität an seinem Standort in Childress. Darüber hinaus schloss das Unternehmen einen weiteren KI-Cloud-Vertrag mit Nvidia im Wert von 3,4 Milliarden US-Dollar ab.

Die Finanzierungsstruktur des Microsoft-Deals ist dabei besonders bemerkenswert. Laut Analyst Petersen umfasst der Vertrag eine Vorauszahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar sowie eine GPU-Finanzierung in Höhe von 3,65 Milliarden US-Dollar zu Zinssätzen von rund 6%. Dies ermögliche es IREN, seine Gesamtinvestition von 8,8 Milliarden US-Dollar innerhalb der Vertragslaufzeit bei einer ungehebelten internen Verzinsung (IRR) von über 20% zu amortisieren.

Petersen hob hervor, dass die Bonität der Vertragspartner Microsoft und Nvidia IREN in die Lage versetze, jährlich wiederkehrende Umsätze (Annual Recurring Revenue, ARR) von bis zu 3,1 Milliarden US-Dollar zu erzielen. „Gestützt auf die Bonität der Mieter positionieren die Verträge mit MSFT und NVDA IREN so, dass jährlich wiederkehrende Umsätze in Höhe von $3.1B erzielt werden können", so der Analyst.

Vom Bitcoin-Miner zum KI-Cloud-Anbieter

IREN hat in den vergangenen Monaten einen tiefgreifenden Strategiewechsel vollzogen. Das Unternehmen entwickelte sich von einem Bitcoin-Mining-Betrieb zu einem vertikal integrierten KI-Cloud-Anbieter. Dieser Wandel ist für Investoren von zentraler Bedeutung, da er das Geschäftsmodell grundlegend verändert und stabilere, langfristige Einnahmequellen erschließt.

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil liegt laut Jefferies im Eigentum an Grundstücken und Rechenzentren. Dies verschaffe IREN die Flexibilität, Kunden von der reinen Bereitstellung der Gebäudehülle bis hin zum vollständigen GPU-Cloud-Ausbau zu bedienen. Petersen sieht IREN damit als „ernstzunehmenden Wettbewerber" zu Unternehmen wie CoreWeave (CRWV) und Nebius (NBIS).

Die Erstbewertung durch Jefferies unterstreicht das wachsende Interesse institutioneller Investoren an Unternehmen, die KI-Infrastruktur mit gesicherter Energiekapazität kombinieren. Für deutsche Anleger ist IREN ein Beispiel dafür, wie sich ehemalige Kryptowährungs-Unternehmen im Zuge des KI-Booms neu erfinden und dabei erhebliche Vertragssicherheit aufbauen können.

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