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Irans Außenminister reist nach Pakistan für Friedensgespräche

Abbas Araghchi soll am Freitagabend in Islamabad eintreffen, um festgefahrene Verhandlungen mit den USA voranzutreiben.

Irans Außenminister reist nach Pakistan für Friedensgespräche

Irans Außenminister Abbas Araghchi wird voraussichtlich am Freitagabend nach Islamabad reisen, um die nächsten Schritte in den ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen mit den USA zu erörtern. Das teilte ein mit der Angelegenheit vertrauter pakistanischer Beamter gegenüber dem Nachrichtendienst MS NOW mit. Der Beamte wollte aufgrund der Sensibilität des Themas anonym bleiben.

Araghchi und ein kleines Team sollen demnach mit pakistanischen Vermittlern über eine potenzielle zweite Verhandlungsrunde mit den USA sprechen. Pakistan nimmt damit eine wichtige Vermittlerrolle in dem Konflikt ein, der seit dem 28. Februar andauert.

Erste Gesprächsrunde ohne Einigung

Die erste Runde der Friedensgespräche fand vor knapp zwei Wochen in Islamabad statt und wurde auf US-Seite von Vizepräsident JD Vance geleitet. Sie endete ohne konkretes Ergebnis. Eine US-Delegation, der auch Vance angehörte, sollte eigentlich Anfang dieser Woche für weitere Verhandlungen nach Pakistan zurückkehren. Die Reise wurde jedoch verschoben, nachdem iranische Beamte Berichten zufolge erklärten, sie würden nicht erscheinen.

Ein zentraler Streitpunkt ist die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Routen für Öltransporte. Dort ist der Schiffsverkehr angesichts iranischer Drohungen und einer seit der vergangenen Woche bestehenden Vergeltungsblockade der US-Marine nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Die Lage in der Meerenge belastet den ohnehin fragilen Waffenstillstand erheblich.

Waffenstillstand seit dem 7. April in Kraft

Der Waffenstillstand war am 7. April verkündet worden, nachdem US-Präsident Donald Trump gedroht hatte, Irans „ganze Zivilisation werde sterben", sofern kein Abkommen zustande komme. Trotz der anhaltenden Spannungen verlängerte Trump den Waffenstillstand am Dienstag einseitig, kurz bevor dieser auslaufen sollte.

Trump äußerte sich am Donnerstag zudem wenig dringlich bezüglich eines Friedensabkommens. Er behauptete, der Krieg habe geringere Auswirkungen auf Aktienkurse und Ölpreise gehabt, als er erwartet habe.

Kriegsziele und Zeitplan mehrfach neu definiert

Nach Beginn des Krieges am 28. Februar hatte die Trump-Administration wiederholt erklärt, sie erwarte, dass die Operationen kurz sein und innerhalb von vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein würden. Seit dem Verstreichen dieser Frist hat die Regierung ihren Zeitplan neu definiert. Verteidigungsminister Hegseth verwies darauf, dass frühere US-Konflikte in Korea, Vietnam, dem Irak und Afghanistan „alle Jahre, Jahrzehnte" gedauert hätten, mit „vagen Missionen, sich ständig ändernden Bedingungen" und „wenig Vorweisbarem".

Hegseth betonte, die Iran-Operation sei „von Anfang an messerscharf" auf das Ziel ausgerichtet gewesen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhalte. Tatsächlich hatte die Regierung ursprünglich wechselnde Narrative über die Kriegsziele vorgebracht, darunter einen Regimewechsel und die Sorge um die Sicherheit iranischer Demonstranten. Die Entwicklungen rund um die Friedensgespräche bleiben damit weiterhin ungewiss.

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