Iranische Raketen stören Flugbetrieb am Persischen Golf massiv
Dutzende Passagiermaschinen mussten ausweichen oder umkehren – der Luftraum über den Emiraten bleibt gefährlich.

Der Flugbetrieb in der Golfregion kommt nur schleppend wieder in Gang. Seit US-Angriffen auf den Iran wurden Flugpläne der größten regionalen Drehkreuze vollständig gestrichen – und auch die Wiederaufnahme gestaltet sich gefährlich. Iranische Raketen und Drohnen zwingen Passagiermaschinen immer wieder zu Ausweichmanövern.
Ein konkretes Beispiel liefert Emirates-Flug EK501 von Mumbai nach Dubai. Die Maschine sollte am Dienstag gegen 3:20 Uhr Ortszeit landen – als erste Emirates-Ankunft aus einer Destination außerhalb der Region seit der Einstellung des Flugplans. Doch kurz vor dem Sinkflug wurden die Piloten angewiesen, eine Warteschleife über dem Golf von Oman einzuleiten, weil der Iran eine Salve Raketen und Drohnen in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert hatte.
Der Vorfall steht nicht allein. Ein von Frankreich gecharterter Air-France-Evakuierungsflug musste am Donnerstag wegen Raketenbeschusses in der Luft umkehren. Anfang der Woche wurden rund ein halbes Dutzend Passagiermaschinen aus London, Warschau und Moskau bis zu 30 Minuten in Warteschleifen gehalten. Etihad-Frachtflugzeuge mit Ziel Abu Dhabi wichen nach Oman aus.
Tausende Geschosse im geteilten Luftraum
Die Dimensionen des Problems sind erheblich. Laut dem Luftfahrt-Risikospezialisten Osprey Flight Solutions wurden bis Mittwoch mehr als 2.500 vom Iran abgefeuerte Raketen und Drohnen abgeschossen. Die Vereinigten Arabischen Emirate fingen dabei mehr als 1.000 Geschosse ab – mehr als jedes andere Land in der Region.
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Zur AktienanalyseAuch Saudi-Arabien ist betroffen. Tracking-Daten von Flightradar24 zeigen, dass mindestens sechs Flugzeuge, die Riad überflogen, nach einem Angriff auf die saudi-arabische Hauptstadt ihren Kurs änderten. Seit Samstag teilen sich Verkehrsflugzeuge den Luftraum mit Tausenden von Geschossen – eine Situation, die Fluggesellschaften und Flugsicherungsbehörden vor enorme Herausforderungen stellt.
Für deutsche Reisende und Anleger ist die Lage relevant: Die Golfregion zählt zu den wichtigsten Luftfahrt-Drehkreuzen weltweit. Emirates, Etihad und weitere Carrier verbinden Europa täglich mit Asien, Afrika und Australien. Eine anhaltende Destabilisierung des Luftraums hätte weitreichende Folgen für den globalen Flugverkehr.


