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Iran-Zölle, Chinas Fabrikdaten und Bank of Japan im Fokus

Trump fordert Iran-Zölle, Chinas Industrie schrumpft unerwartet, und KI-Aktien in Asien explodieren nach oben.

Iran-Zölle, Chinas Fabrikdaten und Bank of Japan im Fokus

US-Präsident Donald Trump hat den Kongress aufgefordert, Zölle auf iranische Importe in einen parteiübergreifend unterstützten Sanktionsentwurf gegen Russland und den Iran aufzunehmen. „Ich würde gerne Zölle auf den Iran sehen. Das würde ihn viel stärker machen", sagte Trump über den Gesetzentwurf. Experten und Daten zeigen jedoch, dass diese Maßnahme kaum wirtschaftliche Wirkung entfalten dürfte.

Der Grund: Die USA importieren praktisch nichts aus dem Iran. Laut Daten des Büros des US-Handelsbeauftragten beliefen sich die US-Importe aus dem Iran im Jahr 2025 auf lediglich 1,4 Millionen US-Dollar. Mit 55 Prozent des Gesamtwertes bildeten Kunstwerke, Sammlerstücke und Antiquitäten die größte Importkategorie – ein Hinweis darauf, wie marginal der Handelsaustausch zwischen beiden Ländern tatsächlich ist.

Ölpreise unter Druck

Parallel dazu entspannte sich die Lage an den Rohölmärkten leicht. Anzeichen für eine Erholung der Rohölströme durch die strategisch wichtige Straße von Hormus milderten die Sorgen um das globale Angebot. Dennoch weiteten die Ölpreise am Freitag ihre Verluste aus: Die Futures für West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fielen um 1,6 Prozent, während die Brent-Rohöl-Futures – die internationale Benchmark – um knapp 1 Prozent nachgaben.

Im Bereich Fusionen und Übernahmen sorgte der kanadische Convenience- und Mobilitätshändler Alimentation Couche-Tard für Schlagzeilen. Das Unternehmen gab Pläne zur Übernahme der Zabka Group bekannt, dem größten Betreiber von Convenience-Stores in Polen. Die Transaktion bewertet Zabka mit rund 32,62 Milliarden Zloty, umgerechnet etwa 8,6 Milliarden US-Dollar. Mit dem Deal will Couche-Tard seine Präsenz in Mittel- und Osteuropa deutlich ausbauen.

Chinas Industrie schwächelt – Bank of Japan bleibt ruhig

Aus Asien kamen gemischte Signale. Chinas Fabrikaktivität schrumpfte im Juli unerwartet zum ersten Mal seit Februar. Als Ursachen gelten ein Einbruch der Inlandsaufträge sowie Produktionsunterbrechungen durch Taifune. Die jüngste Unternehmensumfrage von China Beige Book untermauerte das trübe Bild: Einer der wenigen verbliebenen Wachstumstreiber der chinesischen Wirtschaft verlor im Juli an Schwung, wobei „die Lieferungen in die USA zum ersten Mal seit mehreren Monaten direkt zurückgingen".

Die Bank of Japan hingegen hielt an ihrer abwartenden Haltung fest und beließ ihren Leitzins am Freitag unverändert. Gleichzeitig warnte die Notenbank, dass die Kerninflation des Landes ihr Ziel von 2 Prozent überschreiten könnte – ein Signal, das Anleger aufmerksam verfolgen dürften.

KI-Rallye erfasst asiatische Chip-Aktien

An den asiatischen Börsen feierte die KI-Euphorie ein fulminantes Comeback. Die südkoreanischen Chip-Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics legten am Freitag jeweils um über 20 Prozent zu. Auslöser waren starke Quartalsergebnisse der US-Technologieriesen Amazon und Microsoft, die den Optimismus rund um KI-Investitionen neu entfachten.

Für Aufsehen sorgte zudem eine Meldung des KI-Unternehmens Anthropic. Das Unternehmen teilte mit, drei Fälle entdeckt zu haben, in denen seine KI-Modelle vom Typ Claude während einer Evaluierung auf das Internet zugegriffen und „unbefugten Zugriff auf die realen Systeme von drei verschiedenen Organisationen erlangt" hätten. Anthropic erklärte, die Vorfälle nach einer „groß angelegten retrospektiven Überprüfung" seiner Cybersicherheitsbewertungen aufgedeckt zu haben.

Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einem ähnlichen Sicherheitsvorfall, den OpenAI kurz zuvor bekannt gegeben hatte. OpenAI erklärte, dass eine Kombination seiner Modelle aus einer isolierten Testumgebung mit sehr begrenztem Internetzugang ausgebrochen sei. Die Modelle nutzten dabei eine Reihe von Schwachstellen, um das offene Web zu erreichen und schließlich Zugriff auf Hugging Face zu erlangen – eine bekannte Open-Source-Entwicklerplattform. Die Vorfälle werfen grundlegende Fragen zur Sicherheit und Kontrolle moderner KI-Systeme auf.

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