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Iran-USA-Deal scheitert: Ölpreise und Kupfer auf Rekordhoch

Der Iran blockiert US- und israelische Schiffe in der Straße von Hormus – ein Atomdeal mit Washington rückt in weite Ferne.

Iran-USA-Deal scheitert: Ölpreise und Kupfer auf Rekordhoch

Die Hoffnung auf ein rasches Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran schwindet. US-Präsident Donald Trump hatte signalisiert, dass eine Einigung bis Donnerstag (US-Zeit) möglich sei – doch angesichts der jüngsten Rhetorik aus Teheran wird dieser Zeitplan ohne Ergebnis verstreichen. Die Fronten verhärten sich zusehends.

Der Iran hat einen Plan vorgestellt, der US-amerikanischen und israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus untersagen würde. Laut einem Bericht des staatlichen iranischen Mediums Fars sollen die Beschränkungen auf „Länder und Personen erstreckt werden, die dem Iran Schaden zugefügt haben" – und zwar so lange, bis dieser Schaden „entschädigt" wurde. Washington wies den Plan umgehend zurück. Ein US-Beamter erklärte gegenüber CNBC, dass jegliche temporären Routen frei von Hindernissen sein werden: „keine Genehmigungen oder Erlaubnisse und keine Mautgebühren oder Abgaben."

Ölpreise erholen sich deutlich

Die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel – trieben die Rohstoffpreise spürbar nach oben. Die Brent-Futures kletterten am Donnerstag um 3,8 Prozent und schlossen bei 82,49 US-Dollar pro Barrel. US-West Texas Intermediate (WTI) legte um rund 2,8 Prozent zu und notierte bei 77,29 US-Dollar. Am Freitag wurde Öl im asiatischen Handel erneut über ein Prozent höher gehandelt – und machte damit die Verluste vom Wochenanfang vollständig wett.

Auch Kupfer erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Das für Baugewerbe, Elektronik, Transport und KI-Anwendungen unverzichtbare Metall stieg am Donnerstag aufgrund von Angebotsengpässen und einer steigenden Nachfrage nach Elektrifizierung auf ein Rekordhoch von rund 6,90 US-Dollar pro Pfund. Damit setzt Kupfer seinen langfristigen Aufwärtstrend fort und spiegelt die wachsende Bedeutung des Metalls in der Energiewende wider.

SpaceX und SoftBank im Fokus der Märkte

Abseits der geopolitischen Lage rückt SpaceX in den Blickpunkt der Anleger. Am Donnerstag lief die erste Tranche der sogenannten Lock-up-Frist für IPO-Aktien ab, was das für den Handel verfügbare Volumen erhöhte. Die Aktie legte daraufhin zu, liegt jedoch noch immer rund 50 Prozent unter ihrem Hoch von Mitte Juni.

Anders verlief der Handelstag für SoftBank. Die Aktien des japanischen Technologieinvestors gerieten trotz besser als erwartet ausgefallener Quartalsergebnisse unter Druck. Das Ergebnis wurde durch Gewinne aus der Intel-Beteiligung sowie eine höhere Bewertung von ByteDance gestützt – dennoch fielen die Papiere im frühen Freitagshandel um fast fünf Prozent. Ein starkes Zahlenwerk allein reichte nicht aus, um das Anlegervertrauen in den KI-Wert zu festigen.

Südkorea: Investmentkonten für Kleinkinder boomen

Ein ungewöhnlicher Trend aus Südkorea rundet das Bild ab: Südkoreanische Eltern eröffnen Investmentkonten für ihre Kinder, noch bevor diese laufen können. Bei Mirae Asset Securities, dem nach Marktkapitalisierung größten Broker des Landes, haben sich die Depots von Kindern unter einem Jahr im Vergleich zum Vorjahr auf rund 15.000 im Juni fast verdreifacht. Die Neueröffnungen von Konten für Kinder unter neun Jahren stiegen laut Angaben des Brokers um fast 60 Prozent auf rund 185.000 – ein deutliches Zeichen dafür, dass langfristiger Vermögensaufbau in Südkorea immer früher beginnt.

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