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Iran-Krieg trifft globale Lieferketten und den Welthandel

Der Konflikt im Nahen Osten erschüttert nun auch den internationalen Warenverkehr weit über die Energiemärkte hinaus.

Iran-Krieg trifft globale Lieferketten und den Welthandel

Der Iran-Krieg hinterlässt massive Spuren im globalen Handel. Nachdem US-amerikanische und israelische Geschosse auf den Iran niedergingen, steckt eine Schiffsladung europäischer Autos des Reeders Emanuele Grimaldi mit Ziel Persischer Golf auf unbestimmte Zeit fest. Die kostspielige Fracht wird ihren Bestimmungsort in absehbarer Zeit nicht erreichen.

Der Konflikt, der die Öl- und Gasmärkte bereits seit zwei Wochen in Aufruhr versetzt, weitet seine Wirkung nun auf die gesamten globalen Lieferketten aus. Diese Netzwerke bilden das Rückgrat des Welthandels – und ihre Störung trifft Unternehmen und Verbraucher weltweit. Die Auswirkungen sind bereits spürbar und nehmen rasch zu.

Straße von Hormus als Nadelöhr

Der Kern des Problems liegt in der faktischen Sperrung der Straße von Hormus. Diese schmale, aber strategisch bedeutende Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Güterverkehrs.

Die Folgen der Blockade sind weitreichend: Die Häfen rund um den Indischen Ozean füllen sich mit umgeleiteten Frachtschiffen. Mehr als 100 Schiffe sitzen im Persischen Golf fest und können weder ein- noch auslaufen. Gleichzeitig melden Schifffahrtsdrehkreuze in Asien kritisch niedrige Treibstoffvorräte.

Die Frachtraten für Warentransporte von Asien in die Nahost-Region sind sprunghaft angestiegen. Für europäische Importeure und Exporteure bedeutet das: längere Lieferzeiten, höhere Kosten und wachsende Unsicherheit in der Beschaffung. Besonders betroffen sind Branchen mit engmaschigen Just-in-time-Lieferketten wie die Automobilindustrie.

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