Iran-Krieg treibt Ölpreise – DAX und Wall Street unter Druck

Eskalation im Nahen Osten, steigende Energiepreise und unerwartet hohe Erzeugerpreisdaten aus den USA – die Belastungsfaktoren für die Finanzmärkte häufen sich ausgerechnet am Tag der wichtigen Fed-Zinsentscheidung. Der DAX schloss am Dienstag mit einem Minus von rund einem Prozent bei 23.502 Punkten, nachdem ein zwischenzeitlicher Erholungsversuch am Nachmittag abrupt abgebrochen wurde.
Auslöser der neuerlichen Marktturbulenzen waren Berichte über Angriffe auf Teile der iranischen Gasindustrie. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich daraufhin um 5,4 Prozent auf 108,82 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI kletterte um 4,6 Prozent auf 98,36 Dollar. Besonders beunruhigend: Die iranischen Revolutionsgarden forderten Staatsmedien zufolge zur Evakuierung mehrerer Ölanlagen in der Golfregion auf – die Warnungen richteten sich an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar.
Mike Brown, leitender Stratege beim Brokerhaus Pepperstone, erklärte die heftige Marktreaktion: „Der Grund, warum die Märkte so negativ reagiert haben, liegt darin, dass die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben ist.
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