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Iran-Krieg drückt asiatische Währungen – US-Dollar auf Monatshoch

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran belastet Asiens Devisenmärkte und treibt den Dollar auf seinen stärksten Monat seit Juli.

Iran-Krieg drückt asiatische Währungen – US-Dollar auf Monatshoch

Die meisten asiatischen Währungen verzeichnen im März 2025 deutliche Verluste. Der andauernde Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran dämpft die Risikobereitschaft der Anleger weltweit und lässt den US-Dollar als sicheren Hafen glänzen. Der Dollar-Index steuert auf ein monatliches Plus von 2,8 Prozent zu – der beste Monat seit Juli.

Hintergrund ist ein massiver Ölpreisanstieg von über 50 Prozent im März, ausgelöst durch Versorgungsunterbrechungen infolge des Iran-Konflikts. Anleger fürchten eine energiegetriebene Inflation, die Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve zunehmend unwahrscheinlich macht. CME Fedwatch zeigt, dass die Märkte für das Jahr 2026 aktuell keine Fed-Zinssenkungen mehr einpreisen.

Fed-Chef Jerome Powell erklärte am Montag, die US-Inflationserwartungen seien über kurzfristige Energieschocks hinaus gut verankert. Diese Aussage bremste den Dollar-Anstieg leicht. Dennoch bleibt der Greenback auf Monatssicht klar im Plus.

Südkoreanischer Won unter stärkstem Druck

Am härtesten trifft es den südkoreanischen Won: Das Währungspaar USD/KRW legte im März rund 6,5 Prozent zu – ein massiver Verlust für die koreanische Währung. Ursache sind massive Kapitalabflüsse aus den lokalen Aktienmärkten, da Investoren hochbewertete Technologiewerte abstießen.

Auch der japanische Yen steht unter Druck. Das Paar USD/JPY kletterte im März um 2,3 Prozent, wobei der Yen einen Teil seiner Verluste durch wiederholte Interventionswarnungen aus Tokio begrenzen konnte. Zusätzlich stützen wachsende Erwartungen, dass die Bank of Japan die Zinsen im Jahresverlauf anheben wird, die japanische Währung. Tokioter Inflationsdaten zeigten allerdings, dass die Verbraucherpreise im März weniger stark stiegen als erwartet und auf ein Vierjahrestief fielen.

Der australische Dollar verlor im März 3,7 Prozent gegenüber dem US-Dollar, obwohl die Reserve Bank of Australia zuletzt restriktive Signale sendete. Die indische Rupie büßte rund 3,6 Prozent ein und markierte im Monatsverlauf mehrfach Rekordtiefs. Sorgen über Ölversorgungsengpässe und deren Folgen für die stark importabhängige indische Wirtschaft belasteten die Währung. Die Reserve Bank of India intervenierte am Devisenmarkt, was der Rupie zuletzt eine Erholung von ihren Tiefständen ermöglichte.

Chinesischer Yuan zeigt relative Stärke

Der chinesische Yuan gehört zu den wenigen Lichtblicken in Asien. Das Paar USD/CNY stieg im März lediglich um 0,8 Prozent. Die People's Bank of China stützte den Yuan durch festere tägliche Referenzkurse. Zudem gilt China als widerstandsfähiger gegenüber Energieversorgungsschocks.

Frische Konjunkturdaten unterstützen den Yuan zusätzlich: Die chinesische Industrietätigkeit wuchs im März stärker als erwartet, auch der Dienstleistungssektor überraschte positiv. Singapur-Dollar und Taiwan-Dollar notierten dagegen beide mehr als zwei Prozent schwächer gegenüber dem US-Dollar.

Der Iran-Konflikt zeigte am Dienstag kaum Anzeichen einer Entspannung. Berichten zufolge könnte US-Präsident Donald Trump zwar Militäroperationen gegen den Iran zurückfahren, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus – durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden – bliebe jedoch geschlossen. Solange der Konflikt andauert, dürfte der Druck auf asiatische Währungen anhalten.

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