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Iran-Konflikt belastet asiatische Währungen – Dollar legt zu

Steigende Ölpreise und Energiesorgen durch den Iran-Konflikt schwächen asiatische Währungen und treiben den US-Dollar nach oben.

Iran-Konflikt belastet asiatische Währungen – Dollar legt zu

Der Iran-Konflikt sorgt an den Devisenmärkten für Druck. Asiatische Währungen gaben am Donnerstag auf breiter Front nach, da die anhaltenden Feindseligkeiten zwischen den USA, Israel und dem Iran die Ölpreise kräftig ansteigen ließen. Die Märkte fürchten erhebliche Störungen der Energieversorgung.

Besonders betroffen sind Länder, die stark von Öl- und Gasimporten durch die Straße von Hormus abhängig sind – ein zentraler Brennpunkt im aktuellen Konflikt. Der chinesische Yuan verlor 0,2 Prozent gegenüber dem Dollar (USD/CNY), der japanische Yen gab um 0,1 Prozent nach (USD/JPY), und der südkoreanische Won schwächte sich um 0,2 Prozent ab (USD/KRW). Die indische Rupie zeigte mit einem Rückgang von 0,3 Prozent (USD/INR) die stärkste Bewegung, da Indien als besonders anfällig für Energieversorgungsstörungen gilt.

Inflationssorgen stützen den Dollar

Der US-Dollar-Index und die Dollar-Index-Futures stiegen im asiatischen Handel zwischen 0,2 und 0,3 Prozent. Neben der klassischen Nachfrage nach sicheren Häfen heizen höhere Ölpreise die Erwartungen hartnäckiger Inflation an – was den Greenback zusätzlich stützt. Analysten der ANZ erwarten, dass die indische Rupie in den kommenden Monaten volatil bleiben wird, da kaum Klarheit über die Energieversorgungslage in Südasien bestehe.

Die jüngsten US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Februar zeigten zwar eine weitgehend stabile Inflation gegenüber dem Vormonat. Diese Zahlen spiegeln jedoch noch nicht den Inflationsschub durch steigende Ölpreise infolge des Konflikts wider. Analysten prognostizieren für den Fall eines lang anhaltenden Konflikts eine hartnäckigere Inflation in den kommenden Monaten.

Der australische Dollar gab um 0,2 Prozent nach (AUD/USD) und zog sich damit von einem Fast-Vierjahreshoch zurück. Die Währung bleibt jedoch grundsätzlich optimistisch gestimmt, da die Märkte mehrheitlich damit rechnen, dass die Reserve Bank of Australia in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird. Der Singapur-Dollar (USD/SGD) und der Taiwan-Dollar verloren jeweils rund 0,1 bis 0,2 Prozent.

PCE-Daten als nächster Richtungsweiser

Im Fokus der Märkte stehen nun die noch diese Woche erwarteten PCE-Preisindex-Daten aus den USA. Dieser Wert gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve und dürfte die Erwartungen für die langfristigen Zinssätze maßgeblich beeinflussen. Ein zentrales Risikoszenario für Anleger ist, dass energiegetriebene Inflation die großen Zentralbanken – allen voran die Fed – zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen könnte. Ein solches Szenario würde den US-Dollar weiter stärken und die asiatischen Währungen zusätzlich unter Druck setzen.

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