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Irak schließt Großabkommen mit TotalEnergies und Partnern

Neue Projekte sollen Gas nutzen, Strom sichern und Meerwasseranlagen im Süden errichten

Irak schließt Großabkommen mit TotalEnergies und Partnern

Irak hat ein neues Abkommen zur gemeinsamen Betriebsführung mit TotalEnergies, QatarEnergy LNG und der staatlichen Basra Oil Company unterzeichnet. Nach Angaben des irakischen Ministerpräsidentenbüros betrifft die Vereinbarung den Betrieb des Artawi-Ölfelds und ist Teil des sogenannten Gas Growth Integrated Project. Dieses Vorhaben soll die Stromversorgung des Landes verbessern, indem abgefackeltes Gas aus drei Ölfeldern zurückgewonnen und für Kraftwerke genutzt wird. Damit soll auch die Importabhängigkeit des Irak verringert werden. Darüber hinaus umfasst das Projekt Investitionen in erneuerbare Energien.

QatarEnergy erklärte kurz nach der Unterzeichnung, dass Vorstandschef und Energieminister Saad al-Kaabi gemeinsam mit dem irakischen Regierungschef Mohammed Shia al-Sudani und TotalEnergies-Chef Patrick Pouyanne den Beginn der Bauarbeiten für die zweite Phase der Erschließung des Artawi-Ölfelds und des Common Seawater Supply Project angekündigt habe. Dieses Vorhaben sieht die Verarbeitung und den Transport von täglich fünf Millionen Barrel Meerwasser zu den wichtigsten Ölfeldern im Süden des Landes vor.

Parallel dazu gab das Büro des Ministerpräsidenten bekannt, dass TotalEnergies mit dem türkischen Bauunternehmen ENKA einen Vertrag geschlossen hat. Geplant ist der Bau einer zentralen Öl- und Gasaufbereitungsanlage mit einer täglichen Kapazität von 210.000 Barrel Öl sowie 163 Millionen Standardkubikfuß Gas. Damit soll die Verarbeitung der geförderten Ressourcen erheblich ausgeweitet werden.

Zusätzlich wurde ein weiteres Abkommen zwischen TotalEnergies und der chinesischen Petroleum Engineering & Construction Corp unterzeichnet. Es sieht die Errichtung einer Gasverarbeitungsanlage im Süden des Irak vor, die über eine Gesamtkapazität von 600 Millionen Standardkubikfuß pro Tag verfügen soll. Mit dieser Infrastruktur will das Land seine Gasversorgung deutlich stärken.

Ein weiteres Projekt betrifft den Bau einer Meerwasseraufbereitungsanlage in Südirak. Hierzu schloss TotalEnergies eine Vereinbarung mit Hyundai Engineering and Construction aus Südkorea. Die geplante Anlage soll über eine Verarbeitungskapazität von 7,5 Millionen Barrel pro Tag verfügen und damit eine zentrale Rolle bei der Versorgung der großen Förderstätten übernehmen.

Ministerpräsident Sudani betonte bei der Unterzeichnung die Bedeutung der ausländischen Investitionen für das Land. Mit den neuen Projekten sollen nicht nur die Energieversorgung und Infrastruktur des Irak verbessert, sondern auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für internationale Partnerschaften weiter ausgebaut werden.

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