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Ionic Rare Earth und Nth Cycle kooperieren bei Seltene-Erden-Raffination

Die Partnerschaft soll westliche Lieferketten stärken, Kosten senken und die Abhängigkeit von chinesischer Oxalsäure eliminieren.

Ionic Rare Earth und Nth Cycle kooperieren bei Seltene-Erden-Raffination

Das an der australischen Börse ASX notierte Unternehmen Ionic Rare Earth (IonicRE) hat eine gemeinsame Entwicklungs- und Lizenzvereinbarung mit dem US-amerikanischen Spezialisten Nth Cycle unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist der Ausbau von End-to-End-Veredelungsprozessen für Seltene Erden – sowohl in den USA als auch weltweit. Nth Cycle bringt dabei seine proprietäre Elektroextraktionstechnologie in die Partnerschaft ein.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Optimierung von Produktionswegen außerhalb Chinas für das sogenannte Long-Loop-Recycling zu hochreinen Seltenen Erden. Besonders bedeutsam: Die Technologie soll Oxalsäure vollständig aus dem Veredelungsprozess eliminieren. Das reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern verringert auch den CO2-Fußabdruck von IonicRE erheblich.

Chinas Dominanz und die verborgene Abhängigkeit

China veredelt derzeit rund 90 Prozent der weltweit in Erzen und Altmaterialien vorkommenden Seltenen Erden. Ein zentraler Schritt dabei ist die Fällung – ein Verfahren, das auf Oxalsäure angewiesen ist. Diese Abhängigkeit betrifft auch westliche Unternehmen, die lokale Veredelungskapazitäten aufbauen wollen. Genau diese versteckte Lieferkettenabhängigkeit adressiert die neue Partnerschaft zwischen IonicRE und Nth Cycle.

Tim Harrison, MD und CEO von IonicRE, betont die strategische Bedeutung des Schritts: Oxalsäure mache etwa 50 Prozent des Benchmark-CO2-Fußabdrucks von IonicRE aus – obwohl dieser bereits nachweislich um 60 Prozent niedriger liegt als bei der Primärgewinnung von Seltenerdoxiden aus dem Bergbau. „Diese laufende Innovation wird sicherstellen, dass wir weiterhin einen Schritt voraus sind – nicht nur bei der Bereitstellung der hochreinsten Seltenerdoxide auf dem Markt, sondern auch bei validierten Materialien für westliche Endverbraucher", so Harrison.

Elektrizität statt Chemikalien

Das technische Herzstück der Kooperation ist das geschlossene Elektroextraktionsverfahren von Nth Cycle. Es nutzt Elektrizität anstelle von Oxalsäure, um recycelte Rohstoffe für Seltene Erden in hochreine Oxide umzuwandeln – jene Feststoffpulver, die in der Produktion von Magnetmetallen und Legierungen eingesetzt werden. Gleichzeitig wird Salzsäure zur kontinuierlichen Wiederverwendung während der Verarbeitung regeneriert.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, bei denen Oxalsäure als Fällungsmittel verbraucht und laufend nachgeliefert werden muss, eliminiert das integrierte System diese Abhängigkeit vollständig. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen den Fällungsschritt im Prozessablauf von IonicRE durch das Elektroextraktionsverfahren ersetzen. Das Ergebnis soll der belastbarste und wettbewerbsfähigste Prozessablauf für das Recycling und die Veredelung Seltener Erden auf dem Markt sein.

Strategische Bedeutung für westliche Lieferketten

Megan O'Connor, CEO und Mitbegründerin von Nth Cycle, unterstreicht die geopolitische Dimension der Partnerschaft. Der Aufbau einer resilienten Lieferkette im Westen erfordere die Lösung jedes Abhängigkeitspunktes – nicht nur der offensichtlichsten. „Die Technologie von Nth Cycle schließt eines der größten verbleibenden Bindeglieder zu chinesischen Chemie-Lieferketten im Veredelungsprozess Seltener Erden", erklärt O'Connor.

Die Elektroextraktionsplattform von Nth Cycle funktioniert dabei nicht nur für Seltene Erden, sondern auch für Nickel, Kobalt, Kupfer und weitere kritische Mineralien. Das Unternehmen gilt als fortschrittlichster Veredler kritischer Mineralien für Schwarzmasse – mit besonderen Stärken bei Geschwindigkeit und Skalierbarkeit im sogenannten „fehlenden Midstream-Segment" der Lieferkette.

Die von IonicREs hundertprozentiger britischer Tochtergesellschaft Ionic Technologies entwickelte und patentierte Technologie ist bereits heute führend in der westlichen Industrie beim Recycling und der Veredelung Seltener Erden aus Magnetspänen und Altmagneten. Mit der neuen Partnerschaft baut IonicRE diese Führungsposition weiter aus und positioniert sich als Schlüsselakteur in der globalen Bemühung, Lieferketten für kritische Mineralien unabhängiger von China zu machen.

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