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Investoren treiben Ray-Ban-Hersteller auf Rekordhoch

KI-Brillen von Meta sorgen für starkes Umsatzwachstum und beflügeln EssilorLuxotticas Zukunftspläne

Die Aktie des Brillenherstellers EssilorLuxottica hat ein neues Rekordhoch erreicht, nachdem Investoren verstärkt auf den Erfolg der gemeinsam mit Meta entwickelten KI-gestützten Ray-Ban-Smartglasses setzen. Der Kurs des in Paris notierten Unternehmens stieg am Freitag um 14 Prozent, wodurch der Marktwert um fast 20 Milliarden Dollar zunahm. Es war der größte Tagesgewinn seit dem Jahr 2008 und trug zugleich dazu bei, dass der europäische Luxusindex Stoxx Europe Luxury 10 die stärkste Wochenbilanz seit Januar verzeichnete.

EssilorLuxottica meldete für das dritte Quartal ein Umsatzplus von 11,7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das war das beste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte. Der Konzern, der vom verstorbenen italienischen Unternehmer Leonardo Del Vecchio gegründet wurde und zu den möglichen Interessenten für den Kauf der Modegruppe Armani zählt, profitiert von der wachsenden Nachfrage nach tragbarer Technologie. Besonders die Kooperation mit Meta bei den sogenannten Smartglasses erwies sich als Wachstumstreiber.

Nach Angaben von Finanzchef Stefano Grassi trugen die mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Brillen mehr als vier Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Wegen der hohen Nachfrage beschleunigt das Unternehmen nun seine Produktionspläne. In einer Mitteilung hieß es, das exponentielle Wachstum im Wearables-Segment habe die Gesamtleistung deutlich gestärkt. Analysten von Barclays sehen in intelligenten Brillen die wohl bedeutendste technologische Neuerung seit der Einführung von Mobiltelefonen und rechnen bis 2035 mit einem weltweiten Absatz von rund 60 Millionen Einheiten.

Die aktuellen Ray-Ban-Meta-Modelle, die zwischen 379 und 799 Dollar kosten, sind bislang nur in ausgewählten Geschäften erhältlich. Eine Ausweitung des Vertriebs auf Kanada, Frankreich, Italien und Großbritannien ist für Anfang 2026 geplant. Der Aufschwung im Smartglasses-Geschäft lenkt auch die Aufmerksamkeit anderer Technologiekonzerne auf diesen Markt. Google und Samsung entwickeln neue Modelle auf Basis der Android-XR-Plattform, während Apple an einer eigenen Version arbeiten soll.

Analysten von J.P. Morgan bezeichneten die Smartglasses inzwischen als wichtigen Wachstumstreiber des Unternehmens, dessen Kerngeschäft mit klassischen Brillen weiterhin stabil bleibt. Das Analysehaus Equita hob seine Umsatzprognose für Wearables an und erwartet nun einen Beitrag von rund einer Milliarde Euro im laufenden Jahr. Die Beschleunigung im dritten Quartal und der zuversichtliche Ausblick auf die kommenden Monate gelten als Signal für die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele von EssilorLuxottica.

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