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Intuit übertrifft Erwartungen, hebt Prognose an und baut Stellen ab

Der TurboTax-Hersteller Intuit überzeugt im dritten Quartal mit starken Zahlen, gibt aber dennoch im nachbörslichen Handel nach.

Intuit übertrifft Erwartungen, hebt Prognose an und baut Stellen ab

Der Finanzsoftware-Konzern Intuit (INTU) hat im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und gleichzeitig seinen Ausblick für das vierte Quartal angehoben. Trotz der positiven Nachrichten reagierte die Intuit-Aktie im nachbörslichen Handel mit Kursverlusten – ein Phänomen, das an der Börse als „Sell the News" bekannt ist.

Das in Mountain View, Kalifornien, ansässige Unternehmen erzielte im Quartal, das am 30. April endete, einen bereinigten Gewinn von 12,80 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz belief sich auf 8,56 Milliarden US-Dollar. Analysten, die vom Finanzdatenanbieter FactSet befragt worden waren, hatten lediglich einen Gewinn von 12,57 US-Dollar je Aktie erwartet – Intuit übertraf diese Prognose damit deutlich.

Neben den starken Quartalszahlen kündigte Intuit außerdem einen Stellenabbau an. Details zum Umfang der geplanten Maßnahmen gingen aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Gleichzeitig hob das Unternehmen seinen Ausblick für das vierte Geschäftsquartal an, was grundsätzlich als positives Signal für die weitere Geschäftsentwicklung gewertet werden kann.

Intuit: Bekannt durch TurboTax und QuickBooks

Intuit ist deutschen Anlegern vor allem als Hersteller der Steuersoftware TurboTax bekannt, die in den USA zu den meistgenutzten Lösungen für die private Steuererklärung zählt. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen mit QuickBooks eine der führenden Buchhaltungssoftware-Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen. Mit einem Umsatz von 8,56 Milliarden US-Dollar in einem einzigen Quartal unterstreicht Intuit seine Stellung als einer der bedeutendsten Finanzsoftware-Konzerne weltweit.

Das Unternehmen ist an der US-Technologiebörse Nasdaq unter dem Kürzel INTU gelistet und gehört zu den größeren Komponenten im Nasdaq-100-Index. Für deutsche Privatanleger ist Intuit damit über viele ETFs und Indexfonds indirekt im Portfolio vertreten.

Nachbörsliche Kursverluste trotz positiver Zahlen

Die nachbörsliche Kursreaktion auf die Quartalsergebnisse fiel negativ aus, obwohl Intuit sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen übertraf und den Ausblick anhob. Solche Reaktionen sind an der Wall Street nicht ungewöhnlich: Wenn ein Unternehmen bereits stark gestiegen ist und die Erwartungen hoch gesteckt sind, reichen selbst gute Ergebnisse manchmal nicht aus, um weitere Käufer anzulocken.

Hinzu kommt die Ankündigung des Stellenabbaus, die trotz der positiven Geschäftszahlen Unsicherheit bei Investoren auslösen kann. Ob es sich dabei um eine strategische Neuausrichtung oder eine Reaktion auf veränderte Marktbedingungen handelt, blieb zunächst offen. Anleger werden die weiteren Aussagen des Managements genau beobachten, um die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen einschätzen zu können.

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