Intesa-Chef bereit für Bieterwettstreit um Monte Paschi
Carlo Messina signalisiert Kampfbereitschaft: Intesa Sanpaolo bewertet die älteste Bank der Welt mit über 30 Milliarden Euro.

Carlo Messina, Vorstandsvorsitzender von Intesa Sanpaolo SpA, hat sich klar positioniert: Der Chef des italienischen Bankenriesen ist bereit, auf mögliche Gegenangebote für die Banca Monte dei Paschi di Siena SpA zu reagieren. Intesa Sanpaolo hat ein Übernahmeangebot vorgelegt, das die älteste Bank der Welt mit mehr als 30 Milliarden Euro bewertet – umgerechnet rund 35 Milliarden US-Dollar.
„Die Transaktion wird letztlich über den gezahlten Preis entschieden", sagte Messina am Dienstag in einem Interview mit Bloomberg TV. „Wenn jemand bereit ist, mehr zu bieten als wir, könnte es zu einem Wettbewerb kommen." Die Aussagen lassen keinen Zweifel daran, dass Intesa Sanpaolo entschlossen ist, den Deal durchzusetzen – notfalls auch in einem offenen Bieterwettstreit.
Historische Übernahme im Fokus
Die Banca Monte dei Paschi di Siena gilt als die älteste noch existierende Bank der Welt. Das 1472 gegründete Institut aus der toskanischen Stadt Siena hat eine bewegte Geschichte hinter sich und war in den vergangenen Jahren mehrfach auf staatliche Unterstützung angewiesen. Eine Übernahme durch Intesa Sanpaolo würde die italienische Bankenlandschaft grundlegend verändern.
Intesa Sanpaolo selbst zählt zu den größten Banken der Eurozone und ist das führende Kreditinstitut Italiens. Eine erfolgreiche Übernahme von Monte dei Paschi würde die Marktstellung des Konzerns weiter stärken und die Konsolidierung des italienischen Bankensektors vorantreiben – ein Prozess, der seit Jahren von Regulatoren und Investoren gleichermaßen beobachtet wird.
Preis als entscheidender Faktor
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Zur AktienanalyseMessinas Aussagen machen deutlich, dass der Ausgang der Transaktion maßgeblich vom gebotenen Preis abhängen wird. Mit einer Bewertung von über 30 Milliarden Euro hat Intesa Sanpaolo bereits ein substanzielles Angebot auf den Tisch gelegt. Ob potenzielle Mitbewerber bereit sind, diesen Betrag zu übertreffen, bleibt abzuwarten.
Für deutsche Anleger und Beobachter des europäischen Bankensektors ist die Entwicklung von besonderem Interesse. Großfusionen im Bankenwesen haben in der Vergangenheit stets weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche gehabt – von Bewertungen über Regulierung bis hin zu Wettbewerbsdynamiken innerhalb der Eurozone. Der mögliche Bieterwettstreit um Monte dei Paschi könnte ein Indikator dafür sein, wie attraktiv konsolidierungsfähige Institute in Europa derzeit bewertet werden.


