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Intel streicht 15.000 Jobs für Sparprogramm

Kostensenkungen durch Stellenabbau, Dividendenstopp und reduzierte Investitionen geplant

Intel streicht 15.000 Jobs für Sparprogramm

Intel plant im Rahmen eines milliardenschweren Sparprogramms, mindestens 15.000 Arbeitsplätze zu streichen, um die wirtschaftliche Talfahrt zu überwinden. Dies entspricht etwa 15 Prozent der Belegschaft. Intel-CEO Pat Gelsinger kündigte an, bis zum kommenden Jahr mehr als zehn Milliarden Dollar einzusparen. Neben dem Stellenabbau gehört auch die Aussetzung der Dividendenzahlungen und eine Reduktion der Kapitalausgaben um 20 Prozent zu den Maßnahmen. Gelsinger erklärte, dass man sich momentan auf die Bilanz und den Schuldenabbau konzentriere, mit dem Ziel, später wieder eine wettbewerbsfähige Dividende zu zahlen.

Die Auswirkungen dieser Einsparungen auf den geplanten Bau einer Chip-Fabrik in Magdeburg sind noch unklar. Intel plant, in Magdeburg ein Werk für rund 30 Milliarden Euro zu errichten, wartet jedoch noch auf Genehmigungen und Subventionen, um die Kosten abzufedern. Der erste Spatenstich ist für Ende des Jahres vorgesehen, mit einem Produktionsbeginn ab 2027. Gelsinger betonte, dass Intel weiterhin als Auftragsfertiger für andere Chip-Entwickler tätig sein möchte und plant, modernste Produktionsverfahren zu meistern, um gegen etablierte Produzenten wie TSMC aus Taiwan zu bestehen.

Intel steht unter Druck, da das Unternehmen seine dominierende Position in der Chipbranche verloren hat. Ein entscheidender Moment war der verpasste Einstieg in den Smartphone-Markt, wo sich Prozessoren mit Architekturen des britischen Chip-Designers Arm durchsetzten. Auch im PC-Markt hat Intel an Boden verloren, da Apple und Microsoft teilweise auf Arm-Chips umgestiegen sind. Gleichzeitig hat der Konkurrent Nvidia dank Chipsystemen zum Training Künstlicher Intelligenz (KI) an Bedeutung gewonnen. Intel versucht zwar, im KI-Geschäft Fuß zu fassen, liegt jedoch weit hinter Nvidia zurück.

Gelsinger äußerte sich in einer E-Mail an die Mitarbeiter besorgt über Intels Kostenstruktur und Margen. Die Kosten seien zu hoch, die Margen zu niedrig und der Umsatz im vergangenen Jahr um 24 Milliarden Dollar gesunken, während die Mitarbeiterzahl um zehn Prozent gestiegen sei. Entscheidungen würden zu lange dauern und es gebe zu viele Reibungsverluste im System. Im vergangenen Quartal verzeichnete Intel einen Verlust von gut 1,6 Milliarden Dollar, nach einem Gewinn von 1,48 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar und verfehlte die Erwartungen der Analysten. Die Aktien brachen nachbörslich um rund 20 Prozent ein, was den stärksten Kursrutsch seit vier Jahren darstellt.

Michael Schulmann, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Running Point, kommentierte, dass das Sparprogramm zeige, dass das Management bereit sei, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um die Probleme zu lösen. Allerdings stelle sich die Frage, ob dies ausreiche und ob die Entscheidung nicht zu spät komme.

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