Intel stockt Trump-Kinderkonten für Mitarbeiter auf
Der Chipkonzern Intel verdoppelt die staatliche Einmalzahlung von 1.000 Dollar für Mitarbeiterkinder. Die Maßnahme unterstreicht die enge Verbindung zur US-Regierung, die 10 Prozent an Intel hält.

Intel hat angekündigt, die staatliche Einmalzahlung von 1.000 Dollar aus dem sogenannten "Trump Accounts"-Programm für Kinder seiner US-Mitarbeiter zu verdoppeln. Der Chipkonzern, an dem die US-Regierung seit einer 8,9 Milliarden Dollar schweren Investition im vergangenen Jahr eine 10-Prozent-Beteiligung hält, folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer Großunternehmen.
Programm zum Vermögensaufbau für Kinder
Das 530A-Programm, umgangssprachlich als "Trump Accounts" bezeichnet, wurde als Teil der jüngsten Steuerreform der Trump-Administration verabschiedet. Es ermöglicht Eltern, steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder unter 18 Jahren zu eröffnen. Kinder, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden, erhalten eine staatliche Anschubfinanzierung von 1.000 Dollar. Die Konten können ab Juli eröffnet werden.
Arbeitgeberbeiträge bis zu 2.500 Dollar gelten dabei nicht als steuerpflichtiges Einkommen. Intel nutzt diese Regelung nun, um seinen Mitarbeitern einen zusätzlichen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Die Investitionen sollen über Jahre hinweg wachsen, bevor die Kinder volljährig werden.
Weitere Unternehmen ziehen nach
Intel reiht sich in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die das staatliche Programm aufstocken. Dazu gehören Finanzdienstleister wie SoFi, Charles Schwab, Robinhood, BlackRock und BNY sowie Telekommunikationsanbieter Charter Communications und das Investment Company Institute.
Einen besonders großzügigen Beitrag leistete Dell-Gründer Michael Dell, der im Dezember ankündigte, 6,25 Milliarden Dollar für das Programm zu spenden. Mit dieser Summe sollen auch Kinder profitieren, die vor dem Stichtag 1. Januar geboren wurden - diese erhalten jeweils 250 Dollar.
Enge Verbindung zur US-Regierung
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Zur AktienanalyseDie Aufstockung der Kinderkontobeiträge ist das jüngste Zeichen einer engen Arbeitsbeziehung zwischen Intel und der Trump-Administration. Die US-Regierung ist durch ihre milliardenschwere Investition zum größten Einzelaktionär des angeschlagenen Chipkonzerns geworden. Intel kämpft seit Jahren mit Marktanteilsverlusten und hohen Umstrukturierungskosten.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung von Bedeutung, da Intel als einer der wenigen westlichen Chipkonzerne im Wettbewerb mit asiatischen Herstellern steht. Die staatliche Unterstützung soll Intels Position im strategisch wichtigen Halbleitermarkt stärken.


