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Intel-Rally treibt S&P 500 und Nasdaq auf neue Rekordstände

Ein Kurssprung von 24 Prozent bei Intel beflügelt die US-Börsen und beschert dem Halbleitersektor eine historische Gewinnserie.

Intel-Rally treibt S&P 500 und Nasdaq auf neue Rekordstände

Ein spektakulärer Kurssprung der Intel-Aktie hat den US-Aktienmarkt am Freitag auf neue Höchststände katapultiert. Der S&P 500 stieg um 0,8 Prozent und markierte damit seinen neunten Rekord im Jahr 2026. Der technologielastige Nasdaq legte um 1,6 Prozent zu und erreichte sein fünftes Allzeithoch des laufenden Jahres.

Intel selbst kletterte um beeindruckende 24 Prozent und erzielte damit den ersten Rekordstand seit dem Höhepunkt des Dotcom-Booms im Jahr 2000. Auslöser war ein starker Quartalsbericht: Der Chiphersteller meldete höhere Umsätze und eine enorme Nachfrage von Rechenzentren nach seinen Hauptprozessoren (CPUs). Für deutsche Anleger ist das besonders bemerkenswert, da Intel damit an einen Meilenstein anknüpft, der mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegt.

Der Dow Jones Industrial Average hingegen entwickelte sich gegen den Trend und verlor 0,2 Prozent. Der traditionsreiche Index hatte Intel bereits im Jahr 2024 aus seinem Mitgliederkreis ausgeschlossen – zu einem Zeitpunkt, als das Unternehmen noch mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfte. Diese Entscheidung erweist sich im Nachhinein als kostspielig für den Dow.

Historische Gewinnserie im Chipsektor

Die Begeisterung der Anleger für Technologiewerte beschränkte sich nicht auf Intel allein. Der gesamte Chipsektor profitierte von der positiven Stimmung und verhalf dem PHLX-Halbleiterindex zu seinem 18. Anstieg in Folge. Laut Dow Jones Market Data ist dies die längste Gewinnserie seit Beginn der Aufzeichnungen. In diesem Zeitraum legte der Index um insgesamt 47 Prozent zu – ein außergewöhnlicher Lauf, der die strukturelle Stärke des Sektors unterstreicht.

Bemerkenswert ist, dass die Märkte diese Gewinne trotz anhaltender geopolitischer Spannungen erzielten. Anleger ignorierten die durch den Krieg im Iran ausgelöste Volatilität und setzten stattdessen verstärkt auf Technologiewerte. Dies zeigt, wie stark die Berichtssaison die Marktstimmung derzeit dominiert.

Robuste Berichtssaison stützt die Märkte

Die starken Intel-Zahlen sind Teil einer insgesamt robusten Berichtssaison. Laut dem Datenanbieter FactSet wird für die Unternehmen im S&P 500 im ersten Quartal eine Gewinnwachstumsrate von 15,1 Prozent erwartet. Das wäre das sechste Quartal in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum – ein starkes Signal für die Widerstandsfähigkeit der US-Unternehmensgewinne.

Auf Wochensicht zog der S&P 500 um 0,5 Prozent an, der Nasdaq legte sogar um 1,5 Prozent zu. Beide Indizes verzeichneten damit die vierte Gewinnwoche in Folge. Der Dow Jones schloss die Woche hingegen mit einem Minus von 0,4 Prozent ab und blieb damit das Schlusslicht unter den großen US-Indizes.

Für deutsche Privatanleger verdeutlicht diese Entwicklung die anhaltende Dominanz des US-Technologiesektors. Die Kombination aus starken Unternehmensgewinnen, robuster Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich und der strukturellen Wachstumsstory rund um Künstliche Intelligenz und Halbleiter bleibt ein zentraler Treiber der globalen Aktienmärkte.

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