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Intel meldet historischen Verlust

Sparprogramm und Investitionspläne sollen Intel aus der Krise führen

Intel meldet historischen Verlust

Intel meldet historischen Verlust und kündigt Sparprogramm an, um aus der Krise zu kommen. Der Chiphersteller verzeichnet einen Umsatzeinbruch von 36 Prozent und einen Nettoverlust von 2,8 Milliarden US-Dollar. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, plant Intel bis 2025 Einsparungen in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar. Hierfür wird auch ein Jobabbau nicht ausgeschlossen. Zusätzlich soll die Dividende um zwei Drittel gekürzt werden.

Trotz der schwierigen Lage setzt Intel weiter auf Investitionen. In den USA entsteht ein neues Werk für zehn Milliarden US-Dollar, weitere Werke sind geplant. Auch in Deutschland will Intel investieren und plant eine Fertigung von Prozessoren und Grafikchips am Standort Magdeburg. Hierfür verhandelt das Unternehmen derzeit mit der Bundesregierung über Subventionen in Höhe von 10 Milliarden Euro.

Die schwache Geschäftsentwicklung bei Intel steht im Kontrast zu anderen Chipherstellern, die eine hohe Nachfrage verzeichnen. STMicroelectronics, Infineon und Nvidia haben im ersten Quartal jeweils hohe Gewinne verzeichnet. Insbesondere die Automobilindustrie benötigt derzeit eine erhebliche Menge an Chips. Währenddessen geht das Beratungsunternehmen Gartner davon aus, dass die weltweiten Halbleiter-Umsätze in diesem Jahr um elf Prozent zurückgehen werden. Der Markt für Automobil-Chips soll jedoch um rund 14 Prozent zulegen.

Das Rennen um Schlüsselbranchen treibt die USA, China und die EU an. Die USA fördern Zukunftstechnologien mit Steuerrabatten und Subventionen von 369 Milliarden Euro, allein der US Chips Act fördert mit 48 Milliarden Euro die Chipindustrie. Die EU will mit einem eigenen Chips Act dagegenhalten und insgesamt 43 Milliarden Euro für den Ausbau der Chip-Industrie investieren. Beide Seiten wollen damit ihre Abhängigkeit von asiatischen Halbleiter-Herstellern verringern.

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