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Inpex vergibt erste Verträge für LNG-Projekt

Frühphase des Abadi-Vorhabens in Indonesien nimmt mit FEED-Prozess weiter Gestalt an

Inpex vergibt erste Verträge für LNG-Projekt

Japans größter Öl- und Gasförderer Inpex hat mehrere Verträge für die frühe Planungsphase seines milliardenschweren LNG-Projekts im indonesischen Masela-Block vergeben. Damit schreitet die technische Vorbereitung des Abadi-Vorhabens weiter voran, dessen endgültige Investitionsentscheidung für das Jahr 2027 vorgesehen ist. Das Projekt soll in der Spitze 9,5 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas (LNG) pro Jahr produzieren.

Im April hatte Inpex mit dem sogenannten Front-End-Engineering-Design (FEED) begonnen. In diesem Planungsstadium werden die technischen Anforderungen und Kosten für die geplanten Anlagen konkretisiert, mit denen Erdgas aus dem Abadi-Feld gefördert, verarbeitet und an Land in LNG umgewandelt werden soll. Der FEED-Prozess umfasst vier zentrale Bereiche: die Onshore-LNG-Anlage, eine schwimmende Förder-, Speicher- und Verladeeinheit (FPSO), Unterwasserleitungen inklusive Steig- und Kontrollsystemen sowie eine Export-Pipeline für das Gas.

Für drei dieser vier Bereiche hat Inpex nun Verträge vergeben. Die schwimmende Produktions- und Lagereinheit wird parallel von zwei konkurrierenden Konsortien geplant: eines unter Führung des französischen Unternehmens Technip Energies, das andere unter der Leitung des italienischen Konzerns Saipem. Dieser sogenannte „Dual FEED“-Ansatz soll einen wettbewerbsfördernden Rahmen schaffen, indem beide Anbieter unabhängig voneinander arbeiten. Auch bei der später noch ausstehenden Vergabe für die Onshore-LNG-Anlage ist ein vergleichbares Vorgehen geplant, wie das Unternehmen mitteilte.

Für die technischen Komponenten unter Wasser sowie die Exportpipeline wurde der australische Dienstleister Worley beauftragt. Die detaillierte Ausarbeitung dieser Infrastruktur ist essenziell, um die langfristige Versorgungssicherheit des geplanten LNG-Terminals sicherzustellen. Noch offen bleibt die finale Vergabe für die zentrale Onshore-Verflüssigungsanlage, die einen bedeutenden Teil des Gesamtprojekts darstellt.

Das Abadi-LNG-Projekt wird von Inpex betrieben, das einen Anteil von 65 Prozent an dem Vorhaben hält. Die restlichen 35 Prozent wurden 2023 von Shell an die indonesische Pertamina und den malaysischen Konzern Petronas übertragen. Nach der für 2027 geplanten Investitionsentscheidung soll die Produktion in den frühen 2030er-Jahren beginnen.

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