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Innovent Biologics: Pfizer-Deal über 10,5 Milliarden Dollar beflügelt Aktie

Das chinesische Biotech-Unternehmen Innovent Biologics springt nach einer milliardenschweren Partnerschaft mit Pfizer im Onkologie-Bereich um 10 Prozent nach oben.

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Innovent Biologics: Pfizer-Deal über 10,5 Milliarden Dollar beflügelt Aktie

Die Aktien von Innovent Biologics haben am Donnerstag einen kräftigen Kurssprung von rund 10 Prozent verzeichnet. Auslöser ist eine weitreichende Kooperationsvereinbarung mit dem US-Pharmariesen Pfizer zur gemeinsamen Entwicklung von Krebsmedikamenten. Das in Hongkong börsennotierte Biotech-Unternehmen gab die Partnerschaft in einer offiziellen Börsenmitteilung bekannt.

Im Rahmen des Abkommens erhalten beide Unternehmen Lizenzierungs-, Co-Entwicklungs- und Co-Vermarktungsmöglichkeiten für ein breit aufgestelltes Portfolio an Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs). Diese Wirkstoffklasse gilt als einer der vielversprechendsten Ansätze in der modernen Krebstherapie, da sie zielgerichtet Tumorzellen angreift und dabei gesundes Gewebe schont.

Zwölf Krebsmedikamente im Fokus

Konkret umfasst die Vereinbarung die Forschung und Entwicklung von 12 Krebsmedikamenten im Frühstadium sowie sogenannter De-novo-Präparate – also vollständig neu entwickelter Wirkstoffe. Vier dieser globalen Programme werden Innovent und Pfizer gemeinsam vorantreiben und sich dabei auch an den anfallenden Entwicklungskosten beteiligen.

Neben der gemeinsamen Entwicklung sieht das Abkommen auch eine geteilte Vermarktung vor: Innovent wird die Produkte zusammen mit Pfizer in den USA und Europa auf den Markt bringen und an den erzielten Gewinnen partizipieren. Die Rechte für den Markt in Greater China – also Festlandchina, Hongkong und Taiwan – verbleiben dabei vollständig bei Innovent.

Vorauszahlung von 650 Millionen Dollar

Finanziell ist das Abkommen für Innovent äußerst attraktiv. Das Unternehmen erhält zunächst eine Vorabzahlung in Höhe von 650 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus hat Innovent Anspruch auf Meilensteinzahlungen von bis zu 9,85 Milliarden US-Dollar, die bei erfolgreicher Entwicklung, Zulassung und Vermarktung der Medikamente fällig werden. Der Gesamtwert des Deals könnte sich damit auf bis zu 10,5 Milliarden US-Dollar summieren.

Solche Meilensteinzahlungen sind in der Pharmaindustrie üblich: Sie werden schrittweise ausgezahlt, wenn ein Medikament bestimmte Entwicklungsphasen erfolgreich abschließt – etwa klinische Studien oder die Zulassung durch Behörden wie die US-amerikanische FDA oder die europäische EMA. Für Innovent bedeutet die Vorauszahlung von 650 Millionen Dollar jedoch bereits jetzt eine erhebliche Stärkung der Finanzlage.

Wachsender Markt für Onkologie-Partnerschaften

Die Partnerschaft spiegelt einen globalen Trend wider: Angesichts der weltweit zunehmenden Sorge über die Zunahme onkologischer Erkrankungen rücken Kooperationen zwischen Biotech-Firmen und großen Pharmaunternehmen verstärkt in den Fokus von Investoren und der Branche. Große Pharmakonzerne wie Pfizer setzen dabei gezielt auf externe Innovationskraft, um ihre Onkologie-Pipelines zu stärken.

Für Innovent Biologics ist die Zusammenarbeit mit Pfizer ein bedeutender Schritt auf die internationale Bühne. Das Unternehmen, das bislang vor allem im chinesischen Markt aktiv war, sichert sich durch das Abkommen Zugang zu den wichtigen westlichen Märkten USA und Europa. An der Hongkonger Börse schloss die Aktie von Innovent zuletzt mit einem Plus von 6,41 Prozent bei 79,65 Hongkong-Dollar.

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