InMed Pharmaceuticals-Aktie verdoppelt sich nach Fusion mit Mentari
Die Fusionsvereinbarung mit dem Migräne-Biotechunternehmen Mentari Therapeutics ließ die InMed-Aktie um 115% in die Höhe schießen.

Die Aktien von InMed Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: INM) haben am Dienstag einen spektakulären Kurssprung von 115% verzeichnet. Auslöser war die Bekanntgabe einer endgültigen Fusionsvereinbarung mit der privat gehaltenen Mentari Therapeutics Inc., einem Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Therapien zur Migräneprävention spezialisiert hat.
Bei der Transaktion handelt es sich um eine reine Aktientransaktion, die die Migräne-Pipeline von Mentari mit der bestehenden Börseninfrastruktur von InMed zusammenführt. Nach dem Abschluss der Fusion wird das kombinierte Unternehmen unter dem Namen Mentari Therapeutics firmieren und weiterhin am Nasdaq Capital Market gehandelt werden – allerdings unter einem neuen Börsenkürzel.
Bewertung und Finanzierung
Der Pro-forma-Eigenkapitalwert des fusionierten Unternehmens soll sich unter Berücksichtigung einer gleichzeitigen Privatplatzierung auf rund 421,4 Millionen US-Dollar belaufen. Die bisherigen Aktionäre von InMed werden nach dem Zusammenschluss voraussichtlich etwa 1,51% des neuen Unternehmens halten – ein deutliches Zeichen dafür, dass Mentari den weitaus größeren Anteil am kombinierten Unternehmen stellt.
Die begleitende Privatplatzierung wird von Fairmount angeführt und soll einen Bruttoerlös von rund 290 Millionen US-Dollar einbringen. Zu den beteiligten Investoren zählen namhafte Adressen wie Commodore Capital, Deep Track Capital, Janus Henderson Investors sowie a16z Bio + Health. Die aufgenommenen Mittel sollen den operativen Betrieb des Unternehmens vollständig bis ins Jahr 2028 finanzieren.
Vielversprechende Migräne-Pipeline
Im Mittelpunkt der Transaktion steht die klinische Pipeline von Mentari, die zwei Wirkstoffkandidaten umfasst. MT-001 ist ein monoklonaler Anti-PACAP-Antikörper, für den im Jahr 2028 Proof-of-Concept-Daten aus einer Phase-2a-Studie erwartet werden. Der Zulassungsantrag für die erste Anwendung am Menschen ist für Mitte 2026 geplant.
MT-002 ist ein bispezifischer Anti-CGRP- und Anti-PACAP-Antikörper mit dem Potenzial, eine neue Wirkstoffklasse zu begründen. Phase-1-Daten werden für 2027 erwartet, der entsprechende Zulassungsantrag für die erste Anwendung am Menschen soll im ersten Quartal 2027 eingereicht werden. Beide Programme zielen auf validierte Signalwege in der Pathophysiologie der Migräne ab.
Der medizinische Bedarf in diesem Bereich ist erheblich: Etwa 40 bis 50% der Patienten, die mit derzeit zugelassenen Migränetherapien behandelt werden, erreichen keine Reduktion der monatlichen Migränetage um 50% – ein klarer Hinweis auf den ungedeckten Bedarf, den Mentari adressieren will.
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Die Fusion wurde von den Vorständen beider Unternehmen bereits genehmigt. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der InMed-Aktionäre sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen.
Als Finanzberater fungiert auf Seiten von InMed Lucid Capital Markets. Mentari wird von Wedbush Securities als exklusivem strategischem Finanzberater begleitet. Für Anleger, die auf Biotechnologiewerte im Bereich Neurologie setzen, dürfte die weitere Entwicklung dieser Fusion besonders interessant sein.


