Indische Rupie auf Rekordtief: Zentralbank interveniert bei 92 Dollar
RBI verhindert weiteren Absturz der Währung durch gezielte Markteingriffe am Devisenmarkt.

Die indische Rupie ist am Donnerstag auf ein historisches Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen. Die Währung schloss bei 91,9550 pro Dollar und verlor damit 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Im Tagesverlauf markierte die Rupie bei 91,9850 ihren schwächsten Stand.
Auslöser für den Kursverfall waren eine erhöhte Dollarnachfrage durch fällig werdende Non-Deliverable Forward-Positionen sowie verstärkte Hedging-Aktivitäten indischer Unternehmen. Diese Faktoren setzten die asiatische Währung unter erheblichen Abwertungsdruck.
Die Reserve Bank of India (RBI) griff nach Marktbeobachtungen aktiv in den Devisenmarkt ein, um einen Durchbruch der psychologisch wichtigen Marke von 92 Rupien pro Dollar zu verhindern. Die Zentralbank versucht damit, eine unkontrollierte Abwertung der Landeswährung zu stoppen.
Widersprüchliche Geldpolitik belastet Anleihemarkt
Die Währungsschwäche wirkt sich negativ auf indische Staatsanleihen aus. Es entsteht ein Dilemma für die Geldpolitik: Die Interventionen der RBI am Devisenmarkt konterkarieren ihre gleichzeitigen Bemühungen, die Liquidität im Bankensystem zu erhöhen.
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Zur AktienanalyseDie Rupie gehört seit Monaten zu den schwächsten Währungen in Asien. Anleger beobachten genau, wie lange die indische Zentralbank bereit ist, ihre Devisenreserven zur Stützung der Währung einzusetzen. Die anhaltende Dollar-Stärke auf den Weltmärkten dürfte den Abwertungsdruck auf die Rupie weiter aufrechterhalten.


