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Indische Rupie auf Rekordtief – Iran-Konflikt belastet Asiens Währungen

Der Nahost-Konflikt treibt Ölpreise und stärkt den Dollar – asiatische Währungen geraten unter Druck.

Indische Rupie auf Rekordtief – Iran-Konflikt belastet Asiens Währungen

Die Indische Rupie hat am Freitag ein historisches Rekordtief von 92,522 Rupien je US-Dollar erreicht. Damit steht die Währung sinnbildlich für den Druck, dem nahezu alle asiatischen Währungen durch den anhaltenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran ausgesetzt sind. Der US-Dollar steuert auf seinen zweiten Wochengewinn in Folge zu und profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach sicheren Häfen.

Der Hintergrund ist die Sorge der Märkte, dass steigende Ölpreise die Inflation hartnäckiger machen könnten. Das würde die US-Notenbank Federal Reserve zwingen, länger an ihrer restriktiven Geldpolitik festzuhalten. Laut CME Fedwatch rechnen die Märkte bis mindestens September nicht mit einer Zinssenkung – Zinssenkungswetten wurden in dieser Woche deutlich zurückgeschraubt.

Besonders hart trifft der Ölpreisanstieg Volkswirtschaften mit hoher Importabhängigkeit. Indien importiert rund 80 Prozent seines Ölbedarfs und gilt damit als besonders verwundbar. Lokale Medien berichteten zudem von einem drohenden Gasmangel im Land, was den Druck auf die Rupie weiter verstärkte. Einzig Interventionen der indischen Zentralbank verhinderten noch stärkere Verluste.

Yen auf dem schwächsten Stand seit Juli 2024

Auch der japanische Yen gehörte zu den größten Verlierern der Woche. Das Währungspaar USD/JPY kletterte um 0,1 Prozent auf 158,48 Yen und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2024. Auf Wochensicht legte das Paar rund ein Prozent zu. Tokio erwägt Berichten zufolge die Freigabe strategischer Ölreserven und sucht aktiv nach alternativen Rohölquellen.

Der südkoreanische Won gab am Freitag leicht nach, verbucht auf Wochensicht jedoch ein Plus von 0,5 Prozent. Der australische Dollar fiel um 0,2 Prozent, steuert aber auf leichte Wochengewinne zu – getragen von der wachsenden Überzeugung, dass die Reserve Bank of Australia in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird. Der chinesische Yuan entwickelte sich unter den asiatischen Währungen überdurchschnittlich gut und verzeichnete lediglich einen wöchentlichen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Dollar. China gilt als vergleichsweise gut gegen kurzfristige Angebotsschocks am Ölmarkt abgesichert.

Lockerung der Russland-Sanktionen verpufft wirkungslos

Die jüngste Lockerung US-amerikanischer Beschränkungen für den Kauf russischen Öls sorgte an den Märkten nur für verhaltene Erleichterung. Die Rohölpreise konnten ihre frühen Verluste im asiatischen Handel zwar begrenzen, doch eine nachhaltige Entlastung blieb aus. Der Dollar-Index stieg im asiatischen Handel geringfügig an und steuert auf ein Wochenplus von rund 0,8 Prozent zu.

Ein wichtiger Datenpunkt steht noch aus: Der PCE-Preisindex – der bevorzugte Inflationsindikator der Fed – wird am Freitag veröffentlicht. Da sich die Daten jedoch auf den Januar beziehen, dürften mögliche Inflationseffekte durch höhere Ölpreise darin noch nicht abgebildet sein. Anleger werden die Zahlen dennoch genau beobachten, um Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.

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