Indiens Rohölimporte brechen im Juni um 12 Prozent ein
Regierungsdaten zeigen deutlichen Rückgang bei Rohöl, Erdölprodukten und Kraftstoffverbrauch – auch Exporte unter Druck.

Indiens Rohölimporte sind im Juni auf 19,59 Millionen Tonnen gesunken. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vormonat Mai. Die Daten stammen von der Petroleum Planning and Analysis Cell, einer indischen Regierungsbehörde, und wurden am Dienstag veröffentlicht.
Im Jahresvergleich fiel der Rückgang moderater aus: Gegenüber dem Juni des Vorjahres, als noch 20,31 Millionen Tonnen importiert wurden, sanken die Rohölimporte um 3,5 Prozent. Indien zählt zu den weltweit größten Rohölimporteuren und ist stark von Energieimporten abhängig, weshalb solche Daten für den globalen Ölmarkt von Bedeutung sind.
Auch die Importe von Erdölprodukten gingen zurück. Im Vergleich zum Mai sanken sie um knapp 5 Prozent auf 2,66 Millionen Tonnen. Auf Jahresbasis fiel der Rückgang mit fast 35 Prozent besonders deutlich aus.
Kraftstoffverbrauch und LPG-Importe ebenfalls rückläufig
Der gesamte Kraftstoffverbrauch Indiens belief sich im Juni auf 19,42 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von rund 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dieser Rückgang deutet auf eine gedämpfte Nachfrage im Inland hin.
Die LPG-Importe – Flüssiggas, das in Indien vor allem für Haushalte und Kochen genutzt wird – lagen im Juni bei 1,03 Millionen Tonnen. Im Mai waren es noch 1,15 Millionen Tonnen. Besonders stark brachen die Heizölimporte ein: Sie fielen von 0,54 Millionen Tonnen im Juni des Vorjahres auf lediglich 0,02 Millionen Tonnen.
Exportzahlen zeigen breiten Rückgang
Auch auf der Exportseite zeigt sich ein deutliches Bild. Die Produktexporte insgesamt sanken im Jahresvergleich um mehr als 28 Prozent auf 3,83 Millionen Tonnen. Besonders betroffen waren dabei einzelne Kraftstoffkategorien.
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Zur AktienanalyseDie Exporte von Flugkraftstoff gingen im Jahresvergleich um mehr als 38 Prozent zurück – von 0,68 Millionen Tonnen auf 0,41 Millionen Tonnen. Benzinexporte lagen um 23,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, während die Dieselexporte im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 40 Prozent einbrachen.
Die Zahlen zeichnen insgesamt ein Bild einer deutlich gesunkenen Aktivität im indischen Energiesektor für den Monat Juni – sowohl auf der Import- als auch auf der Exportseite. Für Anleger, die in Energieunternehmen mit Indien-Exposure investiert sind, liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die aktuelle Nachfragesituation in einem der größten Energiemärkte der Welt.

