Indien investiert 3,6 Milliarden Dollar in neue Industrieparks
Das indische Kabinett genehmigt Milliardenprogramm zur Erschließung von 33.000 Acre Industriefläche über sechs Jahre.

Indien treibt seine Industrialisierungsstrategie mit einem massiven Investitionsprogramm voran. Das Kabinett in Neu-Delhi hat umgerechnet 3,6 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung neuer Industrieparks genehmigt. Ziel ist es, die heimische Produktion erheblich auszubauen und das Land als globalen Fertigungsstandort zu stärken.
Die Parks sollen im Rahmen von Joint Ventures zwischen der Zentralregierung, den jeweiligen Bundesstaatregierungen und einem staatlichen Unternehmen entstehen. Industriestaatssekretär Amardeep Singh Bhatia erklärte, die Regierung plane, über einen Zeitraum von sechs Jahren rund 33.000 Acre Land für die Produktion zu erschließen. Das entspricht einer Fläche von etwa 13.360 Hektar.
Finanzielle Förderung pro Acre
Die geplanten Industrieparks sollen Flächen zwischen 100 und 1.000 Acre umfassen – das sind 40,5 bis 404,7 Hektar. Für die Kern- und Sozialinfrastruktur stellt die Regierung finanzielle Unterstützung von bis zu 10 Millionen Rupien pro Acre bereit. Beim aktuellen Wechselkurs von rund 92,65 Rupien je US-Dollar entspricht das etwa 108.000 Dollar pro Acre.
Das Programm ist Teil von Indiens breiter Strategie, ausländische Investoren anzuziehen und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren. Besonders im Wettbewerb mit China als Produktionsstandort versucht Indien seit Jahren, internationale Konzerne mit gezielten Anreizen ins Land zu holen. Infrastrukturmängel galten dabei bislang als wesentliches Hindernis.
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Zur AktienanalyseZusätzliche Kabinettsentscheidung zu Baumwolle
In derselben Kabinettssitzung genehmigte die indische Regierung zudem 117 Milliarden Rupien – umgerechnet rund 1,26 Milliarden Dollar – für Mindeststützungspreise beim Baumwollankauf in der Erntesaison 2023-24. Diese Maßnahme soll Baumwollbauern ein stabiles Mindesteinkommen sichern und die heimische Textilindustrie mit ausreichend Rohstoffen versorgen. Informationsminister Ashwini Vaishnaw gab die Entscheidung bekannt.


