Imperial Oil steigert Gewinn im ersten Quartal
Höhere Raffineriemargen und Pipeline-Ausbau treiben kanadischen Ölkonzern an

Der kanadische Ölproduzent Imperial Oil hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg seines Nettogewinns verzeichnet. Der Zuwachs ist vor allem auf gestiegene Margen im Raffinerie- und Kraftstoffvertriebsgeschäft zurückzuführen. Die in den USA gelisteten Aktien des Unternehmens legten vorbörslich um nahezu sechs Prozent zu. Die verbesserte Rentabilität in der Raffineriesparte steht im Zusammenhang mit einer breiteren Erholung der Raffineriemargen in Nordamerika, ausgelöst durch stabile Nachfrage nach Produkten und einem knappen Angebot infolge globaler Störungen.
Die Ölproduzenten Kanadas profitieren derzeit vom Abschluss des Ausbaus der Trans-Mountain-Pipeline, die ihre Kapazität auf 890.000 Barrel pro Tag erhöht hat. Diese Pipeline bietet den kanadischen Unternehmen eine Exportmöglichkeit in internationale Märkte, die nicht über die Vereinigten Staaten führt. Laut Unternehmenschef Brad Corson habe das Upstream-Geschäft weiterhin von verbesserten Transportmöglichkeiten und geringeren Preisabschlägen bei Schweröl profitiert, während sich die strukturellen Vorteile des kanadischen Markts positiv auf die Profitabilität im Downstream-Geschäft ausgewirkt hätten.
Imperial Oil, das mehrheitlich im Besitz des US-amerikanischen Ölkonzerns Exxon Mobil ist, meldete im ersten Quartal einen Absatz von 455.000 Barrel pro Tag an Erdölprodukten. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert bei 450.000 Barrel pro Tag. Der durchschnittlich erzielte Preis für synthetisches Rohöl stieg im Vergleich zum Vorjahr von 93,51 auf 98,79 kanadische Dollar pro Barrel. Trotz dieser positiven Entwicklungen in der Vermarktung ging die Produktion im Upstream-Bereich zurück. Auch das Durchsatzvolumen sowie die Auslastung der Raffinerien sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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Zur AktienanalyseDer Nettogewinn des in Calgary ansässigen Unternehmens belief sich im Quartal bis zum 31. März auf 1,29 Milliarden kanadische Dollar beziehungsweise 2,52 kanadische Dollar je Aktie. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen einen Gewinn von 1,2 Milliarden kanadische Dollar oder 2,23 kanadische Dollar je Aktie erzielt. Rund 90 Prozent der kanadischen Ölexporte gehen in die Vereinigten Staaten, wobei der Großteil per Pipeline aus der westlichen Provinz Alberta in die zentralen Regionen der USA transportiert wird.

