Immobilienpreise in München und Frankfurt stark gefallen
Mieten steigen schneller als Kaufpreise, Blasenrisiko in wenigen Städten weltweit hoch

Die Immobilienpreise in den deutschen Metropolen Frankfurt und München sind um etwa 20 Prozent gesunken. Dies geht aus einer aktuellen Studie der UBS hervor, die den Einfluss steigender Zinsen auf den Immobilienmarkt untersucht hat. Noch im Jahr 2022 bestand laut UBS ein hohes Risiko einer Immobilienblase in beiden Städten. Die stark gestiegenen Zinsen seit der Pandemie hätten jedoch dazu geführt, dass sich das Preisniveau inflationsbereinigt auf den Stand von 2018 zurückentwickelt hat.
Besonders in Frankfurt zeigt sich laut UBS-Immobilienexperte Matthias Holzhey, wie schnell eine Blase platzen kann. Ähnlich stark seien auch die Preise in München gefallen. Dennoch schätzen die Experten das Risiko einer neuen Immobilienblase in beiden Städten nun nur noch als moderat ein. Ein hohes Blasenrisiko bestünde weltweit hingegen in wenigen Metropolen, darunter Miami, Tokio und Zürich.
Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt scheinen sich mittlerweile zu stabilisieren. So beobachtet auch das Maklerunternehmen Engel & Völkers, dass sich der Preisrückgang im zweiten Quartal 2024 auf einem Durchschnittswert von 3822 Euro pro Quadratmeter eingependelt hat. Dies entspreche zwar immer noch einem Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Höchststand von 2022, jedoch seien die Preise im Vergleich zum Vorquartal stabil geblieben.
Besonders auffällig ist die Diskrepanz zwischen Miet- und Kaufpreisen in Deutschland. In Städten wie Frankfurt und München ist der Preis einer Wohnung im Verhältnis zur erzielbaren Miete weiterhin außergewöhnlich hoch. So entspricht der Kaufpreis einer Wohnung in München im Durchschnitt dem 40-fachen der Jahreskaltmiete. In Frankfurt liegt dieses Verhältnis bei 36. Weltweit übertrifft nur Zürich diese Werte. Gleichzeitig steigen die Mieten in Deutschland schneller als die Kaufpreise, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Wohnimmobilien als Kapitalanlage führt.
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Zur AktienanalyseDie UBS sieht in den kommenden Jahren keinen neuen Immobilienboom voraus. Obwohl die Zinsen in vielen Regionen wieder sinken, bleibt der erschwingliche Wohnraum für viele Menschen schwer erreichbar. Die Preisanstiege in Städten wie Miami oder Dubai verdeutlichen, dass ein hoher Preisdruck weiterhin bestehen bleibt, vor allem in Regionen mit einem starken wirtschaftlichen Zuzug und einer begrenzten Bautätigkeit.


