Immobilienmärkte weltweit im Wandel
Preiskorrektur und Chancen für Käufer und Investoren in Zeiten steigender Zinsen

Die Immobilienpreise in 25 bedeutenden Metropolen weltweit sind im Begriff, sich zu korrigieren. Nach einem Zuwachs von zehn Prozent im Vorjahr prognostiziert eine Studie der UBS, dass die Preise für Häuser und Wohnungen im Jahr 2023 unter Berücksichtigung der Inflation um voraussichtlich fünf Prozent sinken werden. Dies stellt den stärksten Rückgang auf dem Wohnungsmarkt seit 15 Jahren dar. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der rasante Anstieg der Zinsen, der eine Anpassung an die neue Zinsrealität erfordert.
Der Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt, der durch die Pandemie ausgelöst wurde, hat in vielen Städten die Preisniveaus von Mitte 2020 wieder erreicht. Die steigenden Zinsen, höhere Finanzierungskosten und trübe Konjunkturaussichten haben jedoch zu einem Nachfragerückgang geführt, was dazu führte, dass die Preise erstmals seit über einem Jahrzehnt deutlich gefallen sind. Dies mindert auch das Risiko einer Immobilienblase, bei der die Preise sich stark von Fundamentaldaten wie Einkommen, Wirtschaftswachstum und Bevölkerungswanderung entfernen.
Unter den analysierten Metropolen sind auch Frankfurt am Main und München, wo die Preise für Wohnimmobilien seit Anfang 2022 inflationsbereinigt um 20 bzw. 15 Prozent gefallen sind. In anderen europäischen Metropolen wie Stockholm und London sind die Preise ebenfalls deutlich gesunken, während sie in Zürich und Tokio leicht gestiegen oder zumindest stabil geblieben sind.
Obwohl die Hypothekarzinsen in der Schweiz ebenfalls gestiegen sind, hat sich die Zinsrealität in Zürich noch nicht wesentlich verändert. Dennoch ist das Risiko einer Immobilienblase in Zürich besonders hoch, gefolgt von Tokio.
Die Bundesbank sieht das Blasenrisiko auf dem deutschen Immobilienmarkt noch nicht gebannt. Wohnimmobilien waren 2021 und 2022 zwischen 20 und 30 Prozent überbewertet, und in sieben Großstädten wurden Preisübertreibungen von mehr als 35 Prozent verzeichnet. Die Bundesbank betont, dass weiterhin Überbewertungen bestehen und das Potenzial für weitere Preisrückgänge groß ist.
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Zur AktienanalyseDie UBS-Experten gehen davon aus, dass die Preiskorrektur auf dem Immobilienmarkt noch nicht abgeschlossen ist. Während die Kaufpreise fallen, steigen die Mieten, da Wohneigentum für viele unerschwinglich bleibt. Dies führt dazu, dass die Diskrepanz zwischen Mieten und Kaufpreisen, die sich in den letzten Jahren verschärft hat, nun abnimmt und das Risiko einer Immobilienblase verringert. Dennoch bleibt der Traum vom Eigenheim für viele Haushalte unerfüllbar.
Die Erkenntnisse der UBS-Experten decken sich mit denen anderer Analysehäuser und zeigen, dass sich der Immobilienmarkt in vielen Metropolen weltweit im Korrekturmodus befindet, was sowohl Chancen als auch Risiken für Käufer und Investoren birgt.


