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Immobilienmarkt zeigt Aufwärtstrend

Sinkende Zinsen und Angebotsverknappung treiben Preise wieder nach oben

Immobilienmarkt zeigt Aufwärtstrend

Die Preise am deutschen Immobilienmarkt haben zuletzt wieder einen Aufwärtstrend verzeichnet. Die Wirtschaftsforscher des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) sehen eine Trendwende nach einer etwa zweijährigen Phase sinkender Immobilienpreise. In den Monaten von April bis Juni 2024 sind die Immobilienpreise in Deutschland wieder gestiegen. Verglichen mit dem ersten Quartal des Jahres sind die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Quartal um 2,4 Prozent angestiegen. Einfamilienhäuser verteuerten sich um zwei Prozent, während die Preise für Mehrfamilienhäuser sogar um 4,4 Prozent zunahmen. Im vorangegangenen Quartal waren die Preise noch gesunken. Diese Angaben basieren auf dem Immobilienpreisindex Greix, der Daten von 19 Städten enthält und auf der Kaufpreissammlung der lokalen Gutachterausschüsse beruht.

Der IfW-Forscher Jonas Zdrzalek erklärte, dass die Trendwende auf dem Immobilienmarkt eingeleitet sei. Die Unsicherheit bei den Interessenten nehme offensichtlich ab, zudem stabilisiere der Ausblick auf sinkende Zinsen den Markt. Gleichzeitig verknappe der Einbruch des Neubaugeschäfts das Angebot, was zu steigenden Preisen führe. Dieser Preisanstieg wird auch in verschiedenen deutschen Großstädten beobachtet. In Hamburg stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal am stärksten um 4,3 Prozent. In Frankfurt gab es eine Zunahme von 3,7 Prozent, und in Düsseldorf erhöhten sich die Preise um 2,2 Prozent. In Stuttgart stiegen die Preise leicht um 0,6 Prozent, während in Köln ein weiterer Preisrückgang von 0,6 Prozent verzeichnet wurde. Für Berlin und München lagen keine aktuellen Daten vor.

Die Kieler Wirtschaftsforscher halten es für möglich, dass die Korrektur am Immobilienmarkt nach rund zwei Jahren endet. Eine Korrektur wird in der Regel als eine Abwärtsbewegung beispielsweise eines Index verstanden, die überhöhte Werte berichtigt. Der Preisindex GREIX verzeichnete in diesen etwa zwei Jahren einen Preisrückgang von rund 14 Prozent. Am stärksten sei die Korrektur in Stuttgart ausgefallen, wo die Preise um mehr als 20 Prozent eingebrochen seien.

Diese Entwicklungen könnten auf eine Stabilisierung des Marktes hindeuten. Die Gründe für den Anstieg der Immobilienpreise sind vielfältig. Neben der verringerten Unsicherheit und den sinkenden Zinsen trägt auch die Angebotsverknappung durch den Rückgang des Neubaugeschäfts maßgeblich dazu bei. In den kommenden Monaten bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren weiter auf den Immobilienmarkt auswirken und ob die Trendwende tatsächlich von Dauer sein wird.

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