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Illumina will sich wegen möglicher Blockade der Grail-Fusion mit Brüssel anlegen

US-Biotech erhebt Einspruch gegen drohende EU-Entscheidung zum 8-Milliarden-Dollar-Deal für Krebsvorsorge-Unternehmen

Illumina will sich wegen möglicher Blockade der Grail-Fusion mit Brüssel anlegen

Der US-amerikanische Biotech-Riese Illumina will gegen eine bevorstehende Entscheidung der Brüsseler Aufsichtsbehörden Berufung einlegen, mit der die Übernahme des Krebs-Screening-Start-ups Grail für 8 Mrd. USD blockiert wird - eine Entscheidung, die die EU in Konflikt mit einer positiven Entscheidung in den USA bringen würde.

Illumina plant, die EU mit der Begründung zu verklagen, dass die Regulierungsbehörden der EU keine Zuständigkeit für eine Fusion haben, an der zwei US-Unternehmen beteiligt sind und bei der das Zielunternehmen keine Umsätze in Europa erzielt, so zwei Personen, die direkt mit dem Vorgang vertraut sind.

In der vergangenen Woche hatte ein Verwaltungsrichter in den USA den Zusammenschluss für gut befunden und damit dem Versuch der US-Handelskommission, den Zusammenschluss rückgängig zu machen, einen Dämpfer versetzt.

Die jüngsten Entwicklungen kommen zu einer Zeit, in der die Regulierungsbehörden zunehmend versuchen, gemeinsam zu entscheiden, ob sie ein Geschäft stoppen oder nicht. Die Blockierung einer Transaktion in der EU ist äußerst selten, denn weniger als 5 Prozent der untersuchten Transaktionen haben einen negativen Ausgang.

Brüssel wird die Transaktion voraussichtlich schon am Dienstag blockieren, obwohl Illumina versucht hat, das Verfahren zu unterbrechen, damit die Regulierungsbehörden das Urteil in den USA analysieren können. Illumina und die Europäische Kommission, der exekutive Arm der EU, lehnten eine Stellungnahme ab.

Im Rahmen seiner Berufung wird Illumina auch argumentieren, dass es keine wirklichen Konkurrenten hat und dass die EU die Rettung von Menschenleben effektiv verhindert, indem sie eine Vereinbarung blockiert, die darauf abzielt, Tests zur Erkennung von Krebs im Frühstadium auf den Markt zu bringen.

Das Unternehmen wird das US-Urteil, gegen das die FTC Berufung eingelegt hat, als Beweis dafür anführen, dass Brüssel einen Fehler begeht, wenn es sich der Transaktion widersetzt.

Die Brüsseler Regulierungsbehörden wollen diese Fusion als Beispiel für die wachsende Macht der EU nutzen. Ein Gericht in Luxemburg hat vor kurzem entschieden, dass die EU für die Prüfung der Transaktion zuständig ist, obwohl Illumina dagegen Einspruch erhoben hat. Es ist sehr selten, dass die Regulierungsbehörden bei der Genehmigung einer Fusion zu gegensätzlichen Ansichten kommen.

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