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IEA warnt vor massivem Ölüberschuss im ersten Quartal 2026

Der globale Ölmarkt steuert auf einen deutlichen Angebotsüberschuss zu. Die Internationale Energieagentur prognostiziert für Q1 2026 ein Überangebot von 4,25 Millionen Barrel pro Tag – etwa 4% der weltweiten Nachfrage.

IEA warnt vor massivem Ölüberschuss im ersten Quartal 2026

**Ölmarkt vor historischem Überschuss

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Der globale Ölmarkt steht im ersten Quartal 2026 vor einem signifikanten Angebotsüberschuss. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet mit einem Überangebot von 4,25 Millionen Barrel pro Tag, wie aus dem aktuellen Monatsbericht hervorgeht. Dies entspricht etwa 4% der weltweiten Nachfrage und liegt deutlich über anderen Marktprognosen.

Trotz dieser Überkapazitäten sind die Ölpreise seit Jahresbeginn um rund 6% gestiegen. Die Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei 65,02 US-Dollar pro Barrel. Geopolitische Spannungen und Sorgen vor möglichen Versorgungsunterbrechungen haben Käufe ausgelöst und die Preise gestützt.

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Geopolitische Risiken belasten Versorgung

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Mehrere geopolitische Faktoren sorgen derzeit für Unsicherheit am Ölmarkt. Die USA haben den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang des Monats festgenommen und fordern Ölkonzerne auf, in Venezuela zu investieren. Kurzfristig wurden dadurch jedoch die Lieferungen aus dem Land unterbrochen – die US-Blockade senkte die venezolanischen Ölexporte zwischen Dezember und Anfang Januar um 580.000 Barrel pro Tag.

Zudem haben Drohungen möglicher US-Angriffe auf den Iran die Aussicht auf reduzierte Lieferungen erhöht. In Kasachstan haben Drohnenangriffe und technische Probleme die Fördermengen zusätzlich reduziert. "Sofern es nicht zu signifikanten Versorgungsunterbrechungen im Iran, in Venezuela oder weiteren Kürzungen durch andere Produzenten kommt, wird im ersten Quartal 2026 wahrscheinlich ein signifikanter Überschuss wieder entstehen", so die IEA.

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OPEC+ pausiert nach Produktionssteigerungen

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Das Angebot ist deutlich schneller gestiegen als die Nachfrage. Hauptgrund ist die OPEC+, die im April 2025 nach jahrelangen Kürzungen mit der Steigerung der Fördermenge begann. Die Organisation erdölexportierender Länder plus Russland und andere Verbündete hat ihre Fördersteigerungen für das erste Quartal 2026 jedoch mittlerweile ausgesetzt.

Auch andere Produzenten wie die USA, Guyana und Brasilien haben ihre Produktion erhöht. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die IEA einen impliziten Überschuss von 3,69 Millionen Barrel pro Tag – eine leichte Abwärtskorrektur gegenüber dem Vormonat.

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Nachfrage steigt langsamer als erwartet

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Die IEA hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage um 70.000 Barrel pro Tag nach oben korrigiert – auf 930.000 Barrel pro Tag. Als Gründe nannte die Agentur eine Normalisierung der Wirtschaftsbedingungen nach den Zollturbulenzen des letzten Jahres sowie niedrigere Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr.

Die konkurrierende OPEC zeigt sich deutlich optimistischer und erwartet ein Nachfragewachstum von 1,38 Millionen Barrel pro Tag. Laut OPEC-Daten würde dies zu einem nahezu ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage führen – statt zu einem Überschuss wie von der IEA prognostiziert.

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Raffinerie-Wartungen verstärken Überschuss**

Besonders im ersten Quartal wird sich der Überschuss aufbauen, da in dieser Zeit die globalen Ölraffinerien geplante Wartungsarbeiten durchführen und die Nachfrage saisonbedingt geringer ausfällt. "Da die saisonale Raffineriewartung unmittelbar bevorsteht und die Nachfrage nach Rohöl reduziert, werden weitere Kürzungen der Rohölproduktion erforderlich sein", warnt die in Paris ansässige IEA.

Beim Angebot korrigierte die IEA ihre globale Wachstumsprognose für 2026 nach oben – auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag. Etwa 52% des Wachstums werde von Produzenten außerhalb der OPEC+ stammen. "Vorerst bieten die aufgeblähten Bilanzen den Marktteilnehmern eine gewisse Entlastung und haben die Preise in Schach gehalten", so die Einschätzung der Energieagentur.

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