Identitätsbetrug kostet Amerikaner 3,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025
Zum fünften Mal in Folge führt Identitätsbetrug die FTC-Betrugsmeldungen an – mit Rekordschäden von 15,9 Milliarden Dollar gesamt.

Identitätsbetrug bleibt die am häufigsten gemeldete Betrugsform in den USA. Laut aktuellen Daten der Federal Trade Commission (FTC) war dies im Jahr 2025 bereits das fünfte Jahr in Folge der Fall. Rund eine Million Menschen erstatteten eine entsprechende Meldung bei der Behörde.
Besonders alarmierend ist das finanzielle Ausmaß: Zwar verloren 80 Prozent der Betroffenen kein Geld, doch die verbleibenden 20 Prozent büßten zusammen 3,5 Milliarden US-Dollar ein. Das entspricht einem erheblichen Schaden für Hunderttausende von Verbrauchern, die auf sogenannte „Imposter Scams" – also Betrug durch das Vortäuschen einer falschen Identität – hereinfielen.
Was sind Imposter Scams?
Bei Identitätsbetrug (englisch: Imposter Scams) geben sich Kriminelle als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen aus. Das können angebliche Behördenmitarbeiter, Bankangestellte, Techniker oder sogar Verwandte sein. Ziel ist es, die Opfer zur Herausgabe von Geld oder persönlichen Daten zu bewegen. Diese Betrugsmasche ist besonders effektiv, weil sie auf soziale Manipulation setzt.
Die Gesamtschäden durch alle gemeldeten Betrugsformen erreichten im Jahr 2025 rund 15,9 Milliarden US-Dollar. Das ist der höchste jemals von der FTC verzeichnete Wert und markiert einen weiteren Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen verdeutlichen, wie stark Betrug in der digitalen Gesellschaft zunimmt.
Rekordschäden auf breiter Front
Die FTC ist die wichtigste US-Verbraucherschutzbehörde und sammelt jährlich Meldungen zu Betrugsdelikten aus der gesamten Bevölkerung. Die Daten dienen nicht nur der Strafverfolgung, sondern auch der Aufklärung der Öffentlichkeit über aktuelle Betrugsmaschen. Der stetige Anstieg der gemeldeten Schäden zeigt, dass Betrüger ihre Methoden kontinuierlich verfeinern.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür deutsche Verbraucher sind diese Zahlen aus den USA ein deutliches Warnsignal. Identitätsbetrug ist kein rein amerikanisches Phänomen – auch in Deutschland und Europa nehmen ähnliche Betrugsformen zu. Verbraucherschützer empfehlen, bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen per Telefon, E-Mail oder Nachricht stets skeptisch zu bleiben und keine persönlichen Daten preiszugeben.
Die FTC-Daten zeigen zudem, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen keinen finanziellen Schaden erleidet – was darauf hindeutet, dass Aufklärung und Vorsicht wirksam sein können. Dennoch bleibt die Summe von 3,5 Milliarden Dollar allein durch Identitätsbetrug ein erschreckendes Zeugnis für die Dimension des Problems. Die Behörde appelliert an Verbraucher, verdächtige Kontakte zu melden, um die Datenlage zu verbessern und Betrügern das Handwerk zu legen.


